Altmühltal-Radweg: Klingentor in Rothenburg ob der Tauber Hinweis am Altmühltal-Radweg Die junge Altmühl am Altmühltal-Radweg
Velo-Touring
Altmühltal-Radweg: Burg in Colmberg Altmühltal-Radweg bei Meuchlein Hinweis am Altmühltal-Radweg

Standort :: Startseite :: Fahrradreiseführer :: Altmühltal-Radweg :: Etappe 1

Startseite

Altmühltal-Radweg :: Etappe 1

Rothenburg ob der Tauber - Wachsenberg - Linden – Windelsbach - Hornau - Burghausen - Binzwangen - Hegenau - Colmberg - Meuchlein - Frommetsfelden - Höchstetten - Pfetzendorf - Zweiflingen - Jochsberg - Leutershausen (43 km)

Start:

Marktplatz in Rothenburg ob der Tauber.

Strecke:

Eine beschauliche Tour durch Wald und Flur; überwiegend Flur, wo kaum ein Baum oder Strauch Schutz vor Wind bietet. Möge Petrus gnädig sein.

Ziel:

Oberer Turm in Leutershausen.

Downloads:

kml-Datei

für Google Earth

 

gpx-Datei

für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

pdf-Datei

auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

pdf-Datei

mit Beschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten.

Sollten Sie mit der Bahn anreisen und zunächst Rothenburg ob der Tauber besichtigen wollen, folgen Sie – den Bahnhof im Rücken – links der „Bahnhofstraße“, die alsbald – noch vor einem Schienenübergang – mit der Vorfahrt links abknickt. Dort zweigen Sie rechts ab und gelangen auf der „Ansbacher Straße“ zum Rödertor und geradewegs auf der „Rödergasse“ sowie „Hafengasse“ zum „Marktplatz".

Gedenkpostkarte an Bürgermeister Toppler, Altmühltal-RadwegRothenburg ob der Tauber, 430 m ü.NHN, 10.900 Einw., entstand im 12. Jh. zu Füßen einer seit dem 10. Jh. existierenden Burganlage und wurde 1274 freie Reichsstadt. Am steilen Tauberhang entwickelte sie sich zügig zu einem bedeutenden Handelsplatz und erreichte ihre höchste Blüte unter dem Bürgermeister Toppler um 1400. Dieser brachte aber die regionalen Herrscher gegen sich und damit die Stadt auf, da er treu zum bereits abgesetzten Kaiser Wenzel hielt. Zwar wurde in der Folge nur das Umland und nicht die Stadt zerstört, doch geriet Toppler in Gefangenschaft, wo er 1408 starb (Abb.: C. F. Kraemmer).

Rathaus in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegDa half der Stadt auch eine neue Verfassung nicht, der gemäß neben den Patriziern fortan auch die Zünfte im Rat vertreten waren; denn die frühere Förderung durch die regionalen Fürsten blieb nun aus. Aber immerhin war die Stadt noch so wohlhabend, dass prächtige Bauwerke wie die Stadtpfarrkirche St. Jakob (1311-1471) oder das neue Rathaus (1572-78) gebaut werden konnten (Foto: Berthold Werner).

Da sich Rothenburg 1544 der Reformation angeschlossen hatte, war es im Dreißigjährigen Krieg Ziel der katholisch-kaiserlichen Truppen unter Tilly, doch konnte der Legende nach der Bürgermeister Nusch die Stadt durch eine heldenhafte Tat vor der Zerstörung bewahren: Er leerte auf Befehl Tillys in einem Zug einen 3¼ Liter großen Humpen, was als Meistertrunk in die Geschichte eingehen sollte.

Ratstrinkstube in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegHeute erinnert an der Fassade der Ratstrinkstube (ein in diesem Zusammenhang ein sehr passender Name, Foto: Tuxyso) die Kunstuhr von 1910 an die Leistung des Bürgermeisters; denn sie zeigt täglich zu jeder vollen Stunde von 11-15 und 20-22 h die legendäre Meistertrunk-Szene. Die Ratstrinkstube wurde ab 1446 erbaut und war früher nur den Ratsherren zugänglich. Im hallenartigen Erdgeschoss stand die städtische Ratswaage, heute ist dort die Tourist-Information untergebracht. Den Giebel schmücken die große Stadtuhr (1683) mit Datumsanzeige, die Sonnenuhr von 1768 und das reichsstädtische Wappen: der Doppeladler mit dem Symbol Rothenburgs.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg versank Rothenburg erst einmal in einen Dornröschenschlaf und erwachte erst wieder während der deutschen Romantik, als Künstler (z.B. Spitzweg) den malerischen Ort entdeckten und weltberühmt machten.

Stadtbefestigung in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegWie bekannt Rothenburg ob der Tauber heute ist, werden Sie bei einem Besuch unschwer bemerken, denn erstens scheint die Stadt von zahlreichen Reisebussen belagert zu werden und zweitens herrscht in den Gassen ein schon fast babyIonisches Sprachengewirr. Offensichtlich ziehen das mittelalterliche Stadtbild und vor allem die fast vollständig erhaltene Stadtbefestigung das Publikum magisch an (Foto: Tilman2007).

Als Startpunkt für einen Rundgang bietet sich der Marktplatz mit dem Rathaus an, das sich zu dieser Seite im Stil der Renaissance, nach Süden im Kleid der Gotik mit einem 50 m hohen Turm präsentiert (s.o.). Die Herrngasse leitet nach Westen zum Burgtor und dem anschließenden Burggarten, der sich (wie es der Name verspricht) an der Stelle der einstigen Burg befindet und von dem ein schöner Ausblick ins Tal der Tauber geboten wird.

Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegNach Süden versetzt leitet die Burggasse zurück nach Osten, wobei Sie auch das Mittelalterliche Kriminalmuseum passieren, das Folter- und Hinrichtungswerkzeuge sowie Urkunden Plönlein in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-Radwegzur mittelalterlichen Rechtskultur ausstellt (Foto: Flominator). Kurz darauf führt rechts die Schmiedgasse zur Straßengabelung am Plönlein, wo wegen der malerischen Kulisse fast alle Kamera- und Handybesitzer nicht anders können, als ihren Apparat zu zücken (Abb.: Kunsthandlung Albrecht).

Klingentor in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegGeradeaus schließt sich die Spitalgasse an, auf der Sie bis zur mächtigen Spitalbastei gelangen. Dort können Sie die Perspektive wechseln, indem Sie den Spaziergang auf der Stadtmauer fortsetzen, die an den zahlreichen Türmen vorbei mit einem Bogen bis zur Nordwestecke der Altstadt, dem Klingentor, leitet.

Mittels der Klingengasse geht es nach Süden zur St.-Jakobs-Kirche, die für ihren Hauptaltar berühmt ist und auf der Westempore den Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider beherbergt, der als das kostbarste Stück des Gotteshauses gilt. Wer sich noch den Museen der Stadt zuwenden möchte, findet unweit nordwestlich im ehemaligen Dominikanerinnenkloster das Reichsstadtmuseum, das original erhaltene Räume des Klosters zeigt. Im Rathaus werden in dem Historiengewölbe Exponate zur Geschichte der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges präsentiert. Und das Alt-Rothenburger Handwerkerhaus (Alter Stadtgraben 26) schließlich widmet sich den einstigen Bewohnern des Gebäudes, d.h. mehr ihrem Handwerk, und dokumentiert in 11 Räumen die Einrichtung und Werkzeuge. Das Handwerkerhaus finden Sie, wenn Sie vom Markt der Hafengasse nach Osten folgen und nach dem Markusturm rechts abzweigen.

Und wenn Sie nach all dem noch weiteren Bedarf an Museumsbesuchen haben, muss Ihnen in Rothenburg nicht langweilig werden; denn es stehen mit dem Deutschen Weihnachtsmuseum mit z.B. Weihnachtsschmuck und Nussknackersammlung (Herrngasse 1) und dem Topplerschlösschen mit Möbeln aus dem 16.-19. Jh. (Taubertalweg 100, 30 min. Fußweg vom Burggarten aus) noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Und apropos nützlich: Manch einem mag es sinnvoll erscheinen, nicht allein durch die Gassen zu wandeln. Wenn dem so ist, können Sie sich einer der Stadtführungen anschließen, die von April-Okt. tägl. 11 & 14 h angeboten werden; Treffpunkt Rathausarkaden, Voranmeldung nicht erforderlich, Preis 6,00 €. Wer spät anreist oder es abends einfach netter findet, kann auch unter Führung des Nachtwächters die Stadt erkunden - tägl. 21.30 h, Modalitäten wie oben.

Rothenburg ob der Tauber, Altmühl-Radweg Rothenburg Tourismus Service, Marktplatz 2, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Fon 09861 / 404800, Fax 09861 / 404529, E-Mail info@rothenburg.de, Internet www.tourismus.rothenburg.de.

Hotel Gotisches Haus, Rothenburg, Altmühltal-Radweg Hotel Gotisches Haus: Imposantes altehrwürdiges Patrizierhaus aus dem 13. Jh. Träumen Sie in Räumen, die schon Kaiser und Kronprinzen beherbergten. Romantische Zimmer im historischen Stil. Restaurant mit einer bodenständigen, aber trotzdem raffiniert fränkisch-bayerischen Küche.

Hotel Gotisches Haus: Herr Axel Rüter, Herrngasse 13, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Fon 09861 / 2020, Fax 09861 / 1317, E-Mail info@gotisches-haus.de, Internet www.gotisches-haus.de.

Kreuzerhof Hotel Garni, Rothenburg, Altmühl-Radweg Kreuzerhof Hotel Garni: Übernachten Sie in gepflegter Atmosphäre. Der Kreuzerhof liegt im Herzen Rothenburgs, der romantischen Altstadt, im Schatten eines 30 m hohen trutzigen Turms. Ruhige, gemütliche Zimmer mit TV, Du/WC warten auf Sie. Fahrradunterstellmöglichkeiten sind vorhanden.

Kreuzerhof Hotel Garni: Herr Walter Maltz, Millergasse 2-6, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Fon 09861 / 3424, Fax 09861 / 936730, E-Mail info@kreuzerhof-rothenburg.de, Internet www.kreuzerhof-rothenburg.de.

Gasthof zum Ochsen, Rothenburg, Altmühl-Radweg Gasthof zum Ochsen: Traditionsreicher Gasthof in der Altstadt mit fränkischer Küche. Gästebetten in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern. Diese sind alle mit Dusche und WC ausgestattet. In den Zimmerpreisen ist ein reichhaltiges Frühstück enthalten. Absperrbare Garage für Fahrräder.

Gasthof zum Ochsen: Frau Gertraud Rippstein, Galgengasse 26, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Fon 09861 / 6760, Fax 09861 / 87657, E-Mail info@gasthof-ochsen-rothenburg.de, Internet www.gasthof-ochsen-rothenburg.de.

Altmühltal-Radweg unweit östlich von Rothenburg ob der TauberAm „Marktplatz“ geht es wenige Meter gen Norden, um rechts in die „Georgengasse“ abzubiegen und hernach geradezu der „Galgengasse“ aus der Altstadt hinaus zu folgen. Auch nach dem Würzburger Tor halten Sie sich geradeaus und radeln auf der „Schweinsdorfer Straße“ stadtauswärts. So kommen Sie zum Flugplatz von Rothenburg, zweigen alsbald rechts ab, unterqueren später die Autobahn A 7 und biegen kurz vor einer Kreuzung links auf einen Fahrweg ab, der sanft ansteigend bis auf die Höhe von Wachsenberg leitet. Ein flüchtiger Blick in die Karte genügt: Das stellt einen ziemlichen Umweg dar. Wer sich den schenken will, folgt einfach der „Ansbacher Straße“ stadtauswärts.

Hinweis Altmühlweg in Rothenburg ob der TauberEin Hinweis am Rande: Der Radwanderweg entlang der Altmühl gehört zu den ältesten seiner Art in Deutschland und wurde nach und nach ausgebaut. Daher ist auch die Beschilderung nicht einheitlich; anfänglich heißt es Altmühlweg, ab Gunzenhausen gibt es dann eine Mischung neuerer und älterer Beschilderung mit Altmühltal-Radweg und Radwanderweg Treuchtlingen-Gunzenhausen und am Ende der Route gesellt sich zum Altmühlradweg (dort also ohne die Einfügung „Tal“) sogar noch die Tour de Baroque.

Wachsenberg heißt nicht umsonst so; denn der kleine Ort liegt tatsächlich auf einem, Berg, weshalb ein kurzer steiler Anstieg zu meistern ist. Die Steigung ist recht beachtlich (16 %), weshalb sich erstens niemand schämen muss, wenn er oder sie schiebt, und zweitens ist es – bis auf eine kleine Ausnahme – die letzte nennenswerte Steigung vor Kelheim.

Oben angelangt geht es rechts durch den Ort, bis ein Radhinweis des Altmühlwegs nach links leitet. Am Waldrand geht der Asphalt in Schotter über, der gut beradelbar ist. An den Abzweigen und Kreuzungen können Sie den Hinweisen vertrauen, so dass bald eine kleine Landstraße erreicht ist, die rechts nach Linden führt. Am Ortsende zweigt die Route links nach Nordenberg ab, was zwar einen kleinen Umweg darstellt, aber beschauliches Radeln gestattet.

Altmühltal-Radweg kurz vor WindelsbachNoch vor dem Ortseingang von Nordenberg biegen Sie rechts ab und folgen dem guten, 1½-streifigen Asphalt ganz allmählich an Höhe verlierend abwärts. Auf den letzten 500 m vor Windelsbach wechselt der Belag zu Betonsteinpflaster, welches zwar ein wenig hoppelig, aber noch passabel beradelbar ist. Im Ort stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße und biegen unmittelbar vor ihr links ab.

Altmühl kurz vor der Mündung in den Hornauer Mühlweiher, Altmühltal-RadwegSo geht es vorbei an einem Gasthof bald mit einem Rechtsbogen erneut zur Vorfahrtstraße und nun in diese links. Ca. 1 km nach Windelsbach zweigt halblinks die Straße nach Hornau ab, und Sie müssen etwas hügelan radeln. Im bereits sichtbaren Wald ist dies aber überwunden, und sanft abwärts rollen die Räder Richtung Hornau. Kurz vor dem Ort geht es ein bisschen aufwärts, im Ort aber schon wieder bergab, wobei Sie einen Rechts-/Linksversatz absolvieren, bevor Sie an einer T-Kreuzung den Hornauer Mühlweiher erreichen, der unweit links von einem kleinen unscheinbaren Bach gespeist wird. Er ist noch nicht mal einen Meter breit und eine Handbreit tief - dies ist die Altmühl, die gut zwei Kilometer entfernt am Breithart entspringt.

Altmühl-Ursprung Hornauer Mühlweiher, Altmühltal-RadwegDer Altmühl-Radweg verläuft entlang der südwestlichen Seite des Weihers und schlägt an seinem Ende einen Linksbogen, wobei Sie den „Ursprung der Altmühl“ passieren – offensichtlich ist man sich nicht ganz einig, liegt die Quelle doch …, ach, Schwamm drüber. Vorbei an einem Sägewerk radeln Sie zu einer Nebenstraße, in die Sie links einbiegen. Schon nach wenigen Metern verlassen Sie diese wieder nach rechts, überqueren die Altmühl und zweigen halblinks ab. An einer T-Kreuzung geht es bald links, und nach einer Weile wechselt der Belag zu Betonplatten. Kurz vor Burghausen erreichen Sie erneut eine T-Kreuzung, fahren links und biegen bei den ersten Häusern rechts in eine Straße ein.

Es sind nur wenige Meter auf dieser Straße zurückzulegen; denn alsbald zweigen Sie links auf einen Fahrweg ab, dessen Belag mehrfach wechselt, als ob die Baustoffindustrie zeigen möchte, was sie so alles produziert. In Binzwangen absolvieren Sie einen Linksbogen, kommen mit Rechtsschwenk zur Dorfstraße und folgen ihr vorbei an der Kirche bis zum Abzweig nach Oberhegenau.

Eine kleine Straße leitet bis zur T-Kreuzung mit einer Vorfahrtstraße, und Sie versetzen mit ihr rechts/links, um sodann durch Oberhegenau zu radeln. Bald darauf erreichen Sie Unterhegenau, schlagen erst einen Bogen um den Ort, biegen dann aber mit Radhinweis rechts ab und fahren nach dem Dorf sanft hügelan. Nach einem Rechtsbogen leitet der asphaltierte Fahrweg bald eine Weile am Waldrand entlang, bevor Sie an einer T-Kreuzung links abbiegen, um kurz darauf mit Rechtsschwenk wieder am Waldrand entlang zu fahren.

Damit werden ein paar Teiche erreicht, wo Sie einen ersten Blick auf die Burg Colmberg werfen können. Auf den folgenden Metern lohnt es, ggf. den Kopf einzuziehen; denn Sie radeln mitten durch den Golfplatz, passieren weitere Tümpel und müssen auch mal kurz Schwung holen, um einen kleinen Hügel zu bewältigen. Anschließend geht es bis zu einer Nebenstraße, und Sie versetzen mittels dieser rechts/links auf die Hauptstraße, die durch den Ort leitet.

Colmberg, 450 m ü.NHN, 1.900 Einw., ist genau der richtige Ort, wenn Sie mal stilvoll übernachten wollen; denn über dem Dorf thront die gleichnamige Burg, in der auch ein Hotel untergebracht ist. Ende des 8. Jh. wurde auf dem Heuberg eine Palisadenburg errichtet, die ab 1140 systematisch ausgebaut wurde. Die wehrhafte Anlage wurde 1318 an die Burggrafen von Nürnberg (den späteren Hohenzollern) verkauft. Offensichtlich war die Festung so genial gebaut bzw. ihr Platz so günstig, dass sie nie erobert und zerstört werden konnte – auch nicht im Dreißigjährigen Krieg, bei dem ja sonst so ziemlich alles in Schutt und Asche gelegt wurde. Burg Colmberg, Altmühltal-Radweg

Neben dem weithin sichtbaren, runden Bergfried streckt sich das mit einem mächtigen Walmdach ausgestattete Hauptgebäude in den Himmel, wo sich die ehemalige Burgkapelle und der Rittersaal befinden. Direkt westlich anschließend steht das in Fachwerk ausgeführte ehemalige Rentamt, das den früheren Verwaltern der Hohenzollern als Amtssitz diente und heute das Hotel und den Gasthof beherbergt.

Colmberg, Altmühl-Radweg Markt Colmberg, Am Markt 1, 91598 Colmberg, Fon 09803 / 93290, Fax 09803 / 932920, E-Mail info@colmberg.de, Internet www.colmberg.de.

In Colmberg passieren Sie – noch vor der Kirche – einen Landmaschinenhandel mit Zweiradservice und biegen kurz darauf mit Hinweis rechts in die „Sonnenstraße“ ab. Nach wenigen Metern schwenken Sie etwas nach links, radeln vorbei an einer Lagerhalle zu einer T-Kreuzung und versetzen nun rechts/links, bevor der Ort verlassen wird. Die Route schlägt einen weiten Bogen durch die Felder, bevor sie links abknickt und Sie bald darauf in Meuchlein auf die Dorfstraße gelangen.

Altmühltal-Radweg unweit von MeuchleinEs geht rechts durch das Dorf hindurch, und wenn Sie danach befürchten, einen längeren Anstieg bewältigen zu müssen, dürfen Sie sich freuen, dass Sie sich getäuscht haben; denn noch vor diesem zweigt die Etappe halbrechts ab. So werden Sie wieder dicht an die Altmühl herangeführt, die sich inzwischen zu einem größeren Bach gemausert hat, allerdings ziellos zu sein scheint; denn sie windet sich sehr, obwohl sich ihr nichts in den Weg stellt.

Ortseingangsschild am Altmühltal-RadwegBald erreichen Sie Frommetsfelden, schlagen einen Rechts- sowie einen Linksbogen und biegen danach links in die Dorfstraße ein, um sie schon nach wenigen Metern nach rechts zu verlassen. Mit einem kurzen Anstieg geht es nach Höchstetten, wo Sie rechts abbiegen, die Altmühl überqueren und weiter nach Pfetzendorf und Zweiflingen radeln. Dort müssen Sie erneut kurz hügelan, bevor die Route nach dem letzten Haus links abzweigt und Sie vorbei am nebenstehenden „Ortseingangsschild“ auf einem Fahrweg wieder nahe an die Altmühl gelangen.

In Jochsberg treffen Sie auf eine Vorfahrtstraße, biegen links in diese ein, verlassen Sie aber nach einem Rechtsbogen geradeaus, wenn sie links abknickt. Noch vor dem Ortsende geht es halblinks auf den Weg namens Wolfsmühle, der hinunter zur Altmühl führt, wo Sie auf einem schmalen Weg durch die feuchte Niederung radeln. Bei Hochwasser kann der Weg übrigens durchaus überschwemmt sein.

Kurz vor Leutershausen stoßen Sie auf eine Kreisstraße und folgen ihr bis zur Einmündung in die Staatsstraße St 2245, die rechts zur Kreuzung mit der nächsten Vorfahrtberechtigten leitet, wo es links und sodann geradezu durch den Oberen Turm in die Altstadt geht, wo diese Etappe endet.

Oberer Turm in Leutershausen, Altmühltal-RadwegLeutershausen, 426 m ü.NHN, 5.500 Einw., konnte seinen alten Kern mit Resten der Stadtmauer und den beiden Türmen (Oberer und Unterer Turm) bewahren, so dass es heute ein nettes Ambiente für einen Spaziergang bietet – Erläuterungen hierzu finden Sie auf der Website der Gemeinde -> Tourismus -> Stadtrundgang.

Denkmal zu Ehren von Gustav Weißkopf in Leutershausen, Altmühltal-RadwegWer ein wenig Zeit mitgebracht hat, sollte einen Blick in das Museum werfen (ehemaliges Landgericht, Plan 6, geöff. tägl. außer sa 10-12 h, mi & so auch 14-16 h, Eintritt 3,00 €), das gleich fünf Ausstellungen beherbergt, nämlich zur Heimatgeschichte, der Handwerkskunst, dem Schützenwesen, dem Schulwesen und dem Flugpionier Gustav Weißkopf. Dem gebürtigen Leutershausener gelang am 14. August 1901 nahe Bridgeport, USA, der erste motorgetriebene Flug; immerhin eine halbe Meile weit soll er geflogen sein und dies übrigens über zwei Jahre vor dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright! Wenn Sie sich näher mit seinem Leben und Werk beschäftigen wollen, besuchen Sie am besten die Seite der „Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf“ (schöner Name, oder?) unter www.weisskopf.de.

Leutershausen, Altmühl-Radweg Verkehrsamt, Am Markt 1-3, 91578 Leutershausen, Fon 09823 / 95111, Fax 09823 / 95150,
E-Mail stadt@leutershausen.de, Internet www.leutershausen.de.

© 2015 by Velo-Touring

Hotel Gotisches Haus
Rothenburg ob der Tauber

Hotel Gotisches Haus Rothenburg, Altmühltal-Radweg

Kreuzerhof Hotel Garni
Rothenburg ob der Tauber

Kreuzerhof Hotel Garni Rothenburg, Altmühltal-Radweg

Gasthof zum Ochsen
Rothenburg ob der Tauber

Gasthof zum Ochsen Rothenburg, Altmühltal-Radweg

 

Impressum  |  Kontakt  |  AGB