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Bodensee-Radweg :: Etappe 2

Konstanz - Staad - Egg - Insel Mainau - Litzelstetten - Dingelsdorf - Wallhausen - Dettingen - Langenrain - Liggeringen - Bodman - Ludwigshafen - Sipplingen - Goldbach - Überlingen - Kloster Birnau - Schloß Maurach - Uhldingen - Meersburg (59 km)

Start:

Marktstätte in Konstanz.

Strecke:

Die Etappe 2 führt rund um den Überlinger See, wobei wegen des Steilufers auch mal ein Bogen landeinwärts geschlagen werden muß, was mit einer längeren Steigung verbunden ist.

Ziel:

Unterstadt in Meersburg.

Downloads:

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für Google Earth

 

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für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

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für die TOP 200 (topografische Karte 1:200.000)

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Kurzbeschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu Orten, Sehenswürdigkeiten und Gastronomie.

Nach einem Besuch des Stadtzentrums und/oder Übernachtung setzen Sie die Fahrt an der Rheinbrücke fort und nutzen am nördlichen Ufer die Unterquerung für Fußgänger und Velofahrer, um sofort danach links abzuzweigen („Conrad-Gröber-Straße”) und damit zur B 33 („Mainaustraße”) zu gelangen. Diese leitet lang anhaltend sanft hügelan, bis sie schließlich rechts abknickt und abwärts zum Fährhafen von Staad führt. Das Tempo sollten Sie allerdings vermindern; denn noch vor dem Ende des Gefälles und noch vor den Aufstellspuren für die Fähre knickt der Bodensee-Radweg links in die kleine „Hoheneggstraße” ab. Derart passieren Sie bald die Ruppaner-Brauerei, wo Sie sich – so denn gewünscht und nötig – erfrischen können, bevor es auf gutem, einspurigem Asphalt weiter nach Egg geht, wo die Route links/rechts versetzt und bald einer schönen alten Schotter-Allee bis zur Zufahrt der Insel Mainau folgt.

Schloß und Schloßkirche auf der Insel Mainau, Bodensee-RadwegDen Grundstein für die gern auch als Blumeninsel bezeichnete Insel Mainau legte 1827 der Fürst Nikolaus von Esterházy, der zahlreiche seltene Pflanzen setzen ließ. Der nächste Eigentümer, der spätere Großherzog Friedrich I. von Baden, setzte das Werk ab 1853 fort und widmete sich vor allem dem Arboretum (Baumgarten), dem Rosengarten und der Orangerie. 1907 verstarb Friedrich I., und sein Sohn Friedrich II. vermachte die Insel seiner Schwester Victoria, die mit dem schwedischen König Gustav V. verheiratet war. Nächster Eigentümer wurde deren Enkel Gustaf Lennart Nicolaus Paul Bernadotte, Graf af Wisborg (schöner Name, oder?), der der Liebe wegen auf die Thronfolge verzichtete; denn er heiratete 1932 eine Bürgerliche, was automatisch den Verlust des Rangs als Erbprinz bedeutete. Dafür hatte er nun genügend Zeit, um sich ganz und gar der Blumeninsel zu widmen, die er auch der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Blumentreppe auf der Insel Mainau, Bodensee-RadwegWenn Sie sich zu einem Besuch entschließen, sollten Sie ausreichend Zeit einplanen; denn die Insel ist immerhin 45 ha groß, und zu sehen gibt es viel: neben dem barocken Schloß und der gleich daneben stehenden ebenso barocken Schloßkirche z.B. nahe dem südöstlichen Ufer die Blumentreppe. Nicht verpassen sollten Sie zudem einen Besuch des Schmetterlingshauses, und zwar nicht nur, weil es das größte Deutschlands ist, sondern auch weil sich bei 26° C und 90 % Luftfeuchtigkeit die farbenprächtigen tropischen Falter wohl fühlen und frei fliegen dürfen.

Insel Mainau, Bodensee-RadwegWer danach seine Sinne beruhigen muß, kann dies im Arboretum im Kern der Insel tun. Dort ist es in der Regel auch weniger lebendig als beim Schloß oder dem Schmetterlingshaus, so daß Sie in Ruhe die Vielfalt der Natur studieren können. Wenn Sie sich vorab näher über die Insel informieren möchten, z.B. auch über Veranstaltungen wie Mainau Open-Air, Mainau-Filmnächte und dergleichen mehr, sollten Sie zur Website der Mainau GmbH surfen, die zu 99 % der Lennart-Bernadotte-Stiftung gehört, welche wiederum die heutige Eigentümerin der Insel ist und sich u.a. der Förderung der Wissenschaften, der Landespflege, des Umwelt- und Denkmalschutzes und der Heimatpflege widmet. - Der Park und die Gärten sind ganzjährig geöffnet; Einlaß 7-20 h, bei Sonnenuntergang wird der Park geschlossen, Eintritt Euro 12,90.

Insel Mainau, Bodenseeradweg Mainau GmbH, 78465 Insel Mainau, Fon 07531/303-0, Fax 07531/303-248, E-Mail info@mainau.de, Internet www.mainau.de.

Nach der Insel Mainau rollen die Räder zunächst noch auf Schotter, dann älterem Asphalt und auf diesem etwas aufwärts, bevor Sie rechts/links versetzen. Nach einem Linksbogen folgt ein kurzer steiler Anstieg, bevor es rechts in die Straße „Am See” geht, auf der Sie durch Litzelstetten radeln. An einer T-Kreuzung halten Sie sich rechts, verlieren die gewonnene Höhe und folgen sodann weiter der einspurigen Straße nahe dem See. Nach einer kleinen Welle erreichen Sie ein Gehöft und zweigen dort rechts ab, um wenige Meter weiter wieder links abzubiegen.

Der nun 1½spurige Asphalt leitet später vorbei an einem Campingplatz nach Dingelsdorf, wo Sie ein paar Höhenmeter gewinnen, bevor es mit Rechts-/Linksversatz steil abwärts geht. Wieder hügelan radelnd folgt ein Versatz links/rechts, bevor Sie – schon wieder ein wenig an Höhe verlierend – links in die „Hornwiesenstraße” abbiegen, die aus dem Ort hinausgeleitet – alles solide beschildert.

Erst rollen die Räder auf Asphalt – klar, Sie passieren einen großen Kfz-Parkplatz, dorthin wäre Schotter fehl am Platze –, aber danach kann man Ihnen doch eine Schotterdecke anbieten, schließlich sind Sie naturverbunden, oder? In Wallhausen gelangen Sie auf die Fahrbahn und knicken bald links ab, um sodann recht steil hügelan zu fahren. Nach den letzten Häusern wird ein zunächst asphaltierter, dann geschotterter Geh- und Radweg geboten, auf dem Sie weiter aufwärts radeln müssen.

Wenn die Steigung gemeistert ist, fahren Sie auf dem wieder asphaltierten Geh- und Radweg nach Dettingen, wo Sie kaum angelangt in einer Linkskurve mit Radhinweis nach Bodman rechts abbiegen und einen Bogen um die Ortsmitte schlagen. Noch vor dem Ortsende kommen Sie zur Landstraße zurück und folgen dem alsbald asphaltierten Geh- und Radweg langanhaltend hügelan. Auch danach bleibt es hügelig, und Sie radeln vorbei an Langenrain schnurstracks nach Liggeringen, wo Sie am Ortseingang auf die Fahrbahn wechseln, noch ein paar Höhenmeter gewinnen und bei der folgenden Abfahrt darauf achten, nach der Kirche in die zweite Straße rechts abzuzweigen.

Es ist noch eine kleine Welle zu nehmen, doch dann folgt der Lohn der Mühen; denn die kleine Straße leitet bald durch das enge, bewaldete Dettelbachtal mit bis zu 8 % Gefälle abwärts – ach, macht das Spaß!

Kaum daß Sie den Wald verlassen haben, stoßen Sie auf eine Landstraße und zweigen mit Radhinweis nach Bodman rechts ab, wofür nun wieder ein asphaltierter Geh- und Radweg zur Verfügung steht. Unmittelbar vor Bodman knickt der Bodensee-Radweg links ab, doch lohnt ein Abstecher in den Ort; denn

Marienschlucht am Überlinger See, Bodensee-Radwegin Bodman, 410 m ü.N.N., Ortsteil der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen (4.200 Einw.), lohnt die Übernachtung, wenn Sie das Stahlroß mal gegen Schusters Rappen tauschen und zur Marienschlucht wandern möchten. In der wahrlich engen Schlucht überwindet man einen Höhenunterschied von rund 100 m, so daß sich als erstes fragt, ob man diese lieber auf- oder abwärts gehen möchte. Sie können nämlich von Bodman aus entweder über einen Höhenweg zur Schlucht gelangen, was einen entsprechenden Aufstieg gleich bei Bodman voraussetzt und mit schönem Ausblick belohnt wird, oder nahezu eben entlang des Ufers zur Schlucht spazieren. Das mag manchen dazu verleiten, das Velo nehmen zu wollen, doch ist das Radeln am Ufer untersagt.

Motorschiff auf dem Überlinger SeeUnd natürlich kann man beide Wege kombinieren, um nicht die gleiche Strecke zurück laufen zu müssen. Es bietet sich aber an der Marienschlucht auch noch die Möglichkeit, erneut das Verkehrsmittel zu wechseln und es sich bei einer Schifffahrt auf dem Überlinger See gut gehen zu lassen. Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen ist nämlich Eigentümerin einer Schifffahrtsgesellschaft, die Mai-Okt. zwei- bis dreimal täglich, im April nur mi, sa & so zwischen Bodman, Ludwigshafen, Sipplingen, Marienschlucht und Überlingen pendelt; Fahrplan und Fahrpreise finden Sie auf der Website www.motorbootgesellschaft-bodman.de.

Tja, einen Wermutstropfen gibt es allerdings noch: Infolge eines Erdrutsches nach einem Starkregen ist die Schlucht seit 2005 nicht passierbar. Die Sicherungsarbeiten sind im Gange; man geht davon aus, daß die Schlucht ab Frühjahr 2008 wieder begehbar sein wird. Erkundigen Sie sich also ggf. zuvor bei der Tourist-Information.

Bodman, Bodenseeradweg Tourist-Information, Seestraße 5, 78351 Bodman, Fon 07773 / 939695, Fax 07773 / 939696, E-Mail tourist-info@bodman-ludwigshafen.de, Internet www.bodman-ludwigshafen.de.

Wer in den Ort gefahren ist, muß nicht ganz zurück zur Landstraße, sondern kann bei der Kapelle rechts abbiegen und dann einfach dem Verlauf der Vorfahrt folgen, um zum nun rechts der Landstraße verlaufenden Geh- und Radweg zu gelangen. Ohne Orientierungsprobleme radeln Sie quer durch das Ried und kommen bald darauf zum Bahnhof von Ludwigshafen, wobei Sie sich vielleicht fragen, was es mit dem Namen

Ludwigshafen, 410 m ü.N.N., Ortsteil der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen (4.200 Einw.), auf sich hat; denn immerhin gibt es ja auch ein weit größeres Ludwigshafen am Rhein. Nun, beide verdanken einem Ludwig den Namen; im Falle von Ludwigshafen am Rhein war es König Ludwig I. von Bayern, denn 1843 als die Namensgebung stattfand, gehörte die linksrheinische Pfalz zu Bayern. Im Falle von Ludwigshafen am Bodensee war es Großherzog Ludwig I. von Baden, denn 1826 weihte man hier zu seinen Ehren den neu gebauten Hafen ein, der u.a. die Zollgrenze zu Österreich und die Schweiz bildete. Weil die Bürger es wünschten, wurde der Name alsbald nicht nur für den Hafen, sondern die ganze Ortschaft verwendet.

Ludwigshafen, Bodenseeradweg Tourist-Information, Hafenstraße 5, 78351 Ludwigshafen, Fon 07773 / 9300-40, Fax 07773 / 9300-43, E-Mail tourist-info@bodman-ludwigshafen.de, Internet www.bodman-ludwigshafen.de.

Gleich nach dem Bahnhof von Ludwigshafen werden die Schienen gequert, und Sie schlagen auf der „Hafenstraße” einen 180°-Bogen, so daß Sie wieder dicht an die Bahntrasse gelangen. Wenige Meter weiter unterqueren Sie die Gleise und folgen ihnen zur B 31, um sodann für ca. 1 km zwischen Bahn und Straße zu radeln. Damit Sie den meist regen Verkehr auf der Bundesstraße besser ertragen können, dürfen Sie die Straße unterqueren und danach ein wenig oberhalb der Kfz fahren – stimmt, schon viel angenehmer.

In Sipplingen stoßen Sie auf eine T-Kreuzung und haben die Qual der Wahl; denn es gibt sowohl eine Variante des Bodensee-Radwegs links mit Steigung durch den Ort als auch eine ohne Steigung, die schlicht der Landstraße folgt. Meine Wenigkeit hat die Strecke durch Sipplingen gewählt, wo tatsächlich ein paar Höhenmeter zu sammeln sind, zwecks Entschädigung nach dem Ort aber eine rasante Abfahrt geboten wird.

Sipplingen, Bodenseeradweg Tourist-Information, Seestraße 34, 78354 Sipplingen, Fon 07551 / 9499370, Fax 07551 / 3570, E-Mail touristinfo@sipplingen.de, Internet www.sipplingen.de.

So geht es zurück zur Landstraße, wo wieder ein Geh- und Radweg zur Verfügung steht, und zwar erst noch nördlich, dann südlich der Straße, so daß Sie förmlich eingekeilt zwischen Bahn und Straße radeln, zum Ausgleich aber schöne Felsformationen bewundern dürfen. Bald schwenkt der Bodensee-Radweg zusammen mit der Bahn von der Hauptstraße weg und führt ab Goldbach auf der Fahrbahn nach Überlingen, wo Sie einfach die Richtung halten, um am Landungsplatz die Tourist-Information zu finden.

Überlingen, 403 m ü.N.N., 21.400 Einw., wurde 770 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt Ende des 12. Jh. das Marktrecht sowie 1211 das Stadtrecht. Dies wußten die Bürger zu nutzen und waren erfolgreich im Handel mit dem hier und in der Umgebung angebauten Wein, so daß Überlingen schon bald zu den wohlhabenden Städten am Bodensee gehörte. Da konnte man sich auch ein schmuckes Rathaus (14. & 15. Jh.) leisten und darin vor allem einen sehenswerten Rathaussaal, den 41 Holzfiguren zieren, die die Stände des Reiches symbolisieren. Das war auch naheliegend; denn seit dem Ende des 14. Jh. war Überlingen eine freie Reichsstadt - Führungen Mai-Sept. mo-fr 11 h & mo-do 14 h, Okt.-April di & do 14 h, mi 11 h.

Städtisches Museum in Überlingen, Bodensee-RadwegWenn Sie mehr darüber in Erfahrung bringen wollen, wie die Überlinger einst lebten und arbeiteten, dann sollten Sie einen Besuch des Städtischen Museums im Reichlin-von-Meldegg-Haus in der Krummbergstraße 30 erwägen - geöffnet di-sa 9-12.30 h & 14-17 h, April-Okt. auch so 10-15 h. Und vielleicht wird Ihnen besonders gefallen, daß dort neben Gemälden und Plastiken sowie Alltagsgegenständen auch 50 Puppenstuben von der Renaissance bis zum Jugendstil ausgestellt werden.

Für einen Stadtrundgang erhalten Sie bei der Tourist-Information ein informatives Faltblatt mit kurzen Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten, darunter Resten der Stadtbefestigung, die im Dreißigjährigen Krieg immerhin zwei Belagerungen schwedischer Truppen standhielt (1632 und 1634), bevor diese aber 1643 doch ihr Ziel erreichten und die Stadt besetzen konnten. Oder Sie nehmen an einer der Stadtführungen teil, die die Tourist-Information April-Okt. di 10 h & fr 15 h sowie Mai-Sept. auch sa 13.30 h anbietet.

Bodensee-Therme in Überlingen, Bodensee-RadwegDie meisten Gäste der Stadt interessieren sich aber mehr für ihre Gesundheit; denn seit 1955 darf sich Überlingen Kneippheilbad nennen. Die jüngste Errungenschaft für Kur und Erholung stellt die Bodensee-Therme dar; 2003 wurde sie eröffnet. Aus einer Tiefe von exakt 1006 m steigt das Thermalwasser empor, hat am Förderkopf eine Temperatur von 36,2° C und wird - wie der Prospekt verspricht - für streichelnde Güsse, Massagedüsen, Strömungskanal, Unterwasserliegen, Nackenduschen, Whirlpool und Dampfbad sowie Thermalbecken innen und außen verwendet, so daß kaum Wünsche offen bleiben dürften.

Bodensee-Therme in Überlingen, Bodensee-RadwegNatürlich können Sie auch einfach nur schwimmen, z.B. im 25 m langen Sportbecken. Kinder und Jugendliche oder Junggebliebene werden wohl die Rutschen, eine davon immerhin 90 m lang, bevorzugen, während sich andere lieber in den Saunabereich zurückziehen werden. Wenn die Witterung es gestattet, müssen Sie nicht im Hause bleiben; denn es werden auch Liegewiesen mit Zugang zum Bodensee geboten, so daß Sie auch gleich noch einen Vergleich der Wasserqualitäten vornehmen können - Öffnungszeiten und Eintrittspreise erfahren Sie unter www.bodenseetherme.de.

Slow CitiesIn Überlingen bemüht man sich auch noch in einer ganz anderen Art und Weise um das leibliche und seelische Wohl der Gäste. Seit 2004 ist Überlingen nämlich Mitglied der Slow Cities, deren Ziele u.a. Wahrung und Stärkung der Regionalkultur, Aufwertung einheimischer Erzeugnisse, Gastfreundschaft und Landschaftserhaltung sind. Im Zeitalter der Globalisierung und Vermassung (z.B. durch Franchise-Unternehmen) sollen die Besonderheiten einer Stadt erhalten und gepflegt werden. Die Slow Cities stellen eine Ergänzung der Slow Food-Bewegung dar, deren Wahlspruch lautet: „Genießen mit Verstand”. Anhänger der Slow Food-Bewegung organisieren sich lokal in sog. „Convivien”, und ein Convivium gibt es auch in Überlingen. Darin arbeiten Landwirte, Lebensmittelproduzenten, Gastronomen und Verbraucher zusammen und organisieren Veranstaltungen nach dem Motto „Geschmack hat eine Lobby” - Guten Appetit!

Überlingen, Bodenseeradweg Kur und Touristik Überlingen GmbH, Landungsplatz 5, 88662 Überlingen, Fon 07551 / 94715-22, Fax 07551 / 94715-35, E-Mail touristik@ueberlingen.de, Internet www.ueberlingen.de.

Einfach dem Straßenverlauf folgend gelangen Sie unweit östlich des Landungsplatzes an ein Hafenbecken, schlagen um dieses herum einen 180°-Bogen und radeln nah dem See, bis ein Radhinweis nach links lenkt und Sie wenige Meter weiter auf eine Vorfahrtberechtigte stoßen. In diese biegen Sie rechts ein bzw. mogeln sich rechts über den Gehweg, denn der Bodensee-Radweg folgt sogleich rechts – noch vor dem Bahnübergang – dem asphaltierten „Strandweg”.

So geht es schnurstracks nach Nußdorf, wo Sie an eine T-Kreuzung gelangen, rechts abbiegen, alsbald einen Linksbogen absolvieren und kurz darauf eine zweispurige Straße erreichen, in die Sie rechts einbiegen, um geruhsam über Untermaurach und vorbei am oberhalb gelegenen Kloster Birnau zum Schloß Maurach zu radeln. Um das Schloß wird ein kleiner Bogen geschlagen (direkt am Schloß sollen Sie übrigens absteigen), bevor Sie bei einem Bahnübergang rechts in eine Straße einbiegen, die bald vorbei an einem großen Campingplatz leitet.

Schnurgeradeaus radeln Sie, bis ein Radhinweis rechts auf eine hoppelige Piste lenkt, die vorbei an einem Gehöft zu einer gut beradelbaren Asphaltierten lenkt, die links zu einer Straße führt. Mittels dieser links/rechts versetzend geht es weiter auf Asphalt zu einem Klärwerk, wo sich die Route linker Hand auf einem Schotterweg fortsetzt. Nach dem Klärwerk rollen die Räder wieder auf einspurigem Asphalt, und Sie schlagen bei Tennisplätzen noch einen kleinen Links-/Rechtshaken, bevor es auf der „Seefelder Straße” hinein nach Uhldingen geht.

Pfahlbaumuseum in Uhldingen, Bodensee-RadwegIn Uhldingen, 405 m ü.N.N., 8.000 Einw., können Sie sich in die Steinzeit zurückversetzen lassen; denn im Pfahlbaumuseum widmet man sich seit 1922 ganz und gar dem Leben unserer Vorfahren. Das Interesse daran darf als ganz beachtlich bezeichnet werden; denn immerhin zählt man bis zu 300.000 Besucher pro Jahr, wobei es nicht unwahrscheinlich ist, daß es künftig sogar noch mehr werden, da der SWR mit der Fernsehsendung „Steinzeit - Das Experiment. Leben wie vor 5000 Jahren” das Thema sicherlich noch populärer gemacht hat. Für einen weiteren Besucherandrang dürfte auch Sorge tragen, daß das Pfahlbaudorf, das für die Sendung (andernorts) errichtet wurde, nach Abschluß der Dreharbeiten ins Pfahlbaumuseum verlegt wurde und dort seit Mai 2007 zugänglich ist.

Weitere Infos zu den einzelnen rekonstruierten Pfahlbauten erhalten Sie auf der Website des Freilichtmuseums -> www.pfahlbauten.de. Nur soviel vorab: Auch wenn teilweise in Mooren und Seen hervorragend erhaltene Funde gemacht wurden, ein komplett erhaltenes Haus war natürlich nicht dabei, so daß man teilweise auf Annahmen angewiesen ist. Überhaupt dürften die Pfahlbauten in der Regel nur wenige Jahre gehalten haben; abgesehen von Unbilden der Witterung - Eisgang, extremes Hochwasser, Stürme - hielten die Pfähle je nach Holzart wohl höchstens 30 Jahre. Dennoch war es attraktiv am Wasser zu wohnen und zu arbeiten; z.B. weil es an brauchbaren Wegen zu Lande mangelte und die Gewässer einen einfachen Transportweg darstellten. Und eigentlich kann man nur staunen, mit welch einfachen Werkzeugen unsere Vorfahren vor 5-6.000 Jahren solche Häuser errichtet haben, die immerhin zuverlässig vor Niederschlägen schützten. Das Museum ist April-Sept. tägl. 9-19 h, letzte Führung 18.30 h, Mitte-Ende März und Okt. tägl. 9-17 h, letzte Führung 17 h, übrige Zeit sa & so 9-17 h geöffnet; Eintritt Euro 6,50.

Uhldingen, Bodenseeradweg Tourist-Information, Schulstraße 12, 88690 Uhldingen-Mühlhofen, Fon 07556 / 9216-0, Fax 07556 / 9216-20, E-Mail tourist-info@uhldingen-bodensee.de, Internet www.uhldingen-bodensee.de.

Nach dem Ort folgt der Bodensee-Radweg der Landesstraße, und Sie können nach Belieben auf dem schmalen, überwiegend geschotterten Gehweg radeln, da er für Radfahrer freigegeben ist, oder sich der asphaltierten Fahrbahn bedienen, wo das Schild 'Achtung Radfahrer' die Autofahrer extra darauf hinweist, daß Sie das auch dürfen. So oder so geht es schnurstracks nach Meersburg, wo Sie sich darüber wundern können, daß ab kurz vor dem Anleger für die Fähren nach Konstanz ein Radweg auf Bürgersteigniveau ausgewiesen ist, man aber vergessen hat, für diejenigen Radfahrer, die zuvor – legal – die Fahrbahn benutzt haben, den Kantstein abzusenken! Tja, auch daran zu denken, kann man von einem gemeinen Verkehrsplaner wohl nicht verlangen.

Meersburg, Bodensee-RadwegDreh- und Angelpunkt in der Geschichte von Meersburg, 405 m ü.N.N., 5.500 Einw., ist die gleichnamige Festung. Ihre Entstehung ist nicht gesichert, manche Quellen vertreten die Ansicht, daß sie der Merowinger Dagobert I., seit 629 König der Franken, gegründet haben soll, andere verweisen darauf, daß die ältesten Bauteile der Burg aus dem 11. Jh. stammen. Unbestritten ist aber, daß ab dem 13. Jh. die Konstanzer Bischöfe das Sagen hatten und, nachdem sie im Zuge der Reformation - vorübergehend - aus Konstanz vertrieben worden waren, die Meersburg zu ihrer Residenz erkoren. Erst im Zuge der Säkularisation 1802/03 endete deren Herrschaft in Meersburg.

Annette von Droste-HülshoffUm den einsetzenden Verfall aufzuhalten, erwarb 1838 Joseph Freiherr von Lassberg die Burg und beherbergte ab 1841 zeitweise auch seine Schwägerin, die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff, die vielen vom letzten 20-DM-Schein her noch in Erinnerung sein dürfte. Zwar kaufte sie sich 1843 nahebei auch ein Haus in den Weinbergen - das sog. Fürstenhäusle, heute Droste-Museum, geöffnet April-Okt. di-sa 10-12.30 h & 14-18 h sowie so 14-18 h - verstarb aber 1848 auf der Meersburg. Bei einem Rundgang durch das Burgmuseum werden neben ihrem Arbeits- und Sterbezimmer auch mittelalterliche Wohntrakte, Rittersaal, Waffenhalle, Brunnenstube, Burgverlies, Kapellen, Wehrgänge und Türme sowie der Burggarten präsentiert - Carlina-Leut auf der Meersburggeöffnet März-Okt. mo-so 9-18.30 h sowie Nov.-Feb. 10-18 h, weitere Infos unter www.meersburg.com. Auf dieser Website der Burg erfahren Sie auch, daß Sie sich im Burg-Café stärken, Ihren Kindern oder Enkeln im Rittershop Holzschwerter sowie Schilde kaufen und sich in der Hauptsaison an Samstagen jeweils ab 20 h von den Carlina-Leut mit Musik aus dem Mittelalter und der Renaissance - gespielt auf historischen Instrumenten - unterhalten lassen können.

Neues Schloß in Meersburg, Bodensee-RadwegDie Burg wird auch als Altes Schloß bezeichnet, was darin begründet liegt, daß sich die Konstanzer Bischöfe 1712-1760 eine neue Residenz errichten ließen. Das Neue Schloß ist April-Okt. tägl. 10-13 h & 14-18 h geöffnet und beherbergt u.a. das Fürstbischöfliche Schloßmuseum, wo Sie sich anschauen können, wie es sich als Bischof so lebte. Ferner finden Sie im Neuen Schloß die Städtische Galerie mit Werken von Künstlern, die in den 20er und 30er Jahren des 20. Jh. in Meersburg lebten: z.B. Hans Dieter, Waldemar Flaig und Kasia von Szadurska. Darüber hinaus werden vor allem Gemälde mit Meersburg- und Bodensee-Motiven gezeigt. Und schließlich finden im Spiegelsaal des Neuen Schlosses seit 1964 alljährlich die Internationalen Schloßkonzerte Meersburg statt. Das Programm mit in der Regel einer Veranstaltung im Monat finden Sie auf der Website der Stadt.

Abgesehen davon, daß Sie im übrigen einfach genüßlich durch die Altstadt schlendern können, die seit 1954 als Ensemble unter Denkmalschutz steht, und daß Sie sich im Frei- und Strandbad sowie der Meersburg-Therme vergnügen und erholen können, bieten sich auch noch weitere Gelegenheiten, das Wissen zu mehren, indem Sie z.B. die Bibelgalerie im ehemaligen Dominikanerinnen-Kloster besuchen und sich über die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte des sog. Buchs der Bücher informieren - Kirchstraße 4, geöffnet März-Nov. di-so 11-13 h & 14-17 h, weitere Infos unter www.bibelgalerie.de. Gleich nebenan finden Sie das Stadtmuseum und können dort mehr über die Stadtgeschichte in Erfahrung bringen. Speziellere Interessen werden auch befriedigt, so z.B. durch das Weinbaumuseum in der Vorburggasse 11, welches u.a. mit dem sog. Türkenfaß zu beeindrucken weiß, da es ein Fassungsvermögen von 50.000 Litern hat - geöffnet April-Okt. di, fr & so 14-18 h. Von der Fliegerei Begeisterte werden im Neuen Schloß bereits das Dorniermuseum besichtigt haben und im Anschluß noch das Zeppelinmuseum (geöffnet März-Mitte Nov. täglich 10-18 h) besuchen wollen, über dessen Ausstellung Sie sich vorab unter www.zeppelinmuseum.com informieren können. Ich denke, fürs Erste sollte dieses Angebot genügen, oder ist Ihnen noch langweilig?

Meersburg, Bodenseeradweg Tourist-Information, Kirchstraße 4, 88709 Meersburg, Fon 07532 / 440-400, Fax 07532 / 440-4040, E-Mail info@meersburg.de, Internet www.meersburg.de.

Pension Säntisblick, Meersburg, Bodensee-RadwegPension Säntisblick: In der Oberstadt von Meersburg gelegen, nahe der historischen Altstadt, erstreckt sich unter Ihnen eine wunderschöne Erlebnis- und Urlaubswelt. Genießen Sie Behaglichkeit und Wohlbefinden in unseren 3 Doppel- und 2 Einzelzimmern mit Dusche/WC und teilweise einem großen Balkon.

Pension Säntisblick: Herr Oliver Mielke, Von-Laßberg-Straße 1, 88709 Meersburg, Fon 07532 / 9277, Fax 07532 / 1535, E-Mail info@tp-meersburg.de, Internet www.pension-saentisblick-meersburg.de.

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Pension Säntisblick Meersburg
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