Fähre in Kloster Weltenburg am Donau-Radweg Blick auf den Donaudurchbruch und die Befreiungshalle in Kelheim am Donau-Radweg Hängebrücke in Kelheim am Donau-Radweg, im Hintergrund die Befreiungshalle
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Flussjungfer am Donau-Radweg Polizeieinsatz am Donau-Radweg Blick auf das Schifffahrtsmuseum in Regensburg am Donau-Radweg

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Donau-Radweg (D) :: Etappe 10

Kloster Weltenburg – Kelheim – Kelheimwinzer – Herrnsaal – Kapfelberg – Poikam – Bad Abbach – Oberndorf – Matting – Regensburg (43 km)

Start:

Schiffsanleger beim Kloster Weltenburg.

Strecke:

Höhepunkt dieser Etappe ist die Schiffspassage zwischen dem Kloster Weltenburg und Kelheim, da im sogenannten Donudurchbruch kein durchgehender Weg im Tal vorhanden ist. Wenn der Schiffsverkehr wegen Niedrigwasser eingestellt sein sollte oder wenn der Schiffstransport von Mensch und Rad für Sie nicht infrage kommt, können Sie aber auch radeln, allerdings müssen Sie dann eine Steigung mit mehr als 100 Höhenmetern überwinden.

Ziel:

Eiserne Brücke in Regensburg.

Downloads:

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für Google Earth

 

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für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Beschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten.

„Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön ...“, wobei Seefahrt etwas übertrieben ist, schon klar, aber dafür ist die Kulisse atemberaubend; denn der Donaudurchbruch wartet mit bis zu 80 m hohen kahlen Felswänden in dem teils nur 110 m breiten Tal auf. Übrigens ist die Bezeichnung Donaudurchbruch aus geologischer Sicht nicht korrekt; denn die Donau floss einst weiter nördlich im heutigen unteren Altmühltal, während kleinere Flüsse den Durchbruch bewältigten. Aber das kennt man ja zur Genüge, die Großkopferten lassen die anderen die Arbeit machen und sahnen dann den Rahm ab.

Vom Kloster Weltenburg aus gelangen Sie auf einem Fußweg zum Anleger der Passagierschiffe nach Kelheim – Fahrzeiten und Preise erfahren Sie unter www.schiffahrt-kelheim.de. Sollten die Passagierschiffe aber wegen Niedrigwassers nicht verkehren können (oder der Andrang so groß sein, dass Sie freiwillig verzichten), bieten sich zwei Alternativen:

Warnung vor großer Steigung beim Kloster Weltenburg, Donau-Radweg Die offizielle beginnt am großen Parkplatz in Weltenburg, wo man sogleich darauf hinweist, dass eine starke Steigung und 100 m Höhenunterschied Ihrer harren. Da der steile Anstieg zum Teil auf einem geschotterten Wanderweg bewältigt werden muss, erscheint mir diese Alternative für schwer bepackte Reiseräder nicht wirklich verlockend. Daher empfehle ich eine inoffizielle Alternative, und zwar mit der kleinen Fähre, die Sie auf dem Weg zum Kloster schon passiert haben, nach Stausacker überzusetzen. Jenseits geht es auf einer einstreifig Asphaltierten eine Weile noch eben an der Donau entlang. Fähre vom Kloster Weltenburg nach Stausacker, Donau-Radweg Auf der Höhe des Klosters heißt es dann aber, kräftig in die Pedale zu treten. Der Höhenunterschied beträgt hier zwar auch ca. 100 m, aber dafür rollen die Räder auf Asphalt, was die Angelegenheit etwas erträglicher macht. Nachdem das überwunden ist, stoßen Sie auf eine Kreisstraße und biegen rechts ein. Zwei Wellen sind noch zu meistern, dann folgt auch schon die rauschende Abfahrt mit Serpentinen hinunter nach Kelheim, wo Sie einfach geradeaus in die Altstadt rollen.

Blick auf die Donau und die Befreiungshalle in Kelheim, Donau-Radweg Kelheim, 343 m ü.NHN, 15.800 Einw., entwickelte sich trotz der verkehrsgünstigen Lage an der Mündung der Altmühl in die Donau in den vergangenen Jahrhunderten nicht gerade stürmisch, so dass es heute mit einer kleinen und hübschen Altstadt aufwarten kann, die durch ihre klare Aufteilung in vier Stadtviertel mit zwei Hauptstraßenzügen geprägt wird. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Erhaltung der Altstadt den Bürgern geschuldet ist, die 1945 Kelheim kampflos den anrückenden amerikanischen Truppen übergaben – ein Verhalten, das nicht ohne Risiko war, schließlich hätten die Nazis, so sie denn noch gekonnt hätten, die Kapitulation hoch bestraft.

Befreiungshalle in Kelheim, Donau-Radweg Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt werden Sie schon bei der Schiffspassage bemerkt haben, schließlich ist sie wegen ihrer Größe – der Bau hat einen Durchmesser von 29 m und ist 45 m hoch – sowie wegen ihrer hervorragenden Lage auf dem 464 m hohen Michelsberg nicht zu übersehen: die Befreiungshalle (Foto rechts: Va.sc.). Befreiungshalle in Kelheim, Donau-Radweg Der monumentale Rundbau wurde 1842 bis 1863 unter König Ludwig I. zur Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon (1813-1815) errichtet und beherbergt im Innern 34 Siegesgöttinnen, die an die Heerführer der Koalition erinnern und deren Schilde sinnigerweise aus erbeuteten französischen Kanonen gegossen wurden (Foto links: Qflieger). Lohnenswert ist wegen des schönen Weitblicks auch der Aufstieg zur rundum laufenden Außengalerie – geöffnet Mitte März-Okt. tägl. 9-18 h, Eintritt 3,50 €.

Wenn Sie durch den Aufstieg zur Befreiungshalle durstig geworden sein sollten, empfiehlt sich ein Besuch des Weißen Brauhauses. 1607 wurde das seinerzeit kurfürstliche Brauhaus errichtet und profitierte von der bis 1651 geltenden Regelung, dass Weißbier nur von den kurfürstlichen Brauereien in München und Kelheim hergestellt werden durfte, so dass es keine Absatzschwierigkeiten gegeben haben dürfte. Heute beherbergt das weitläufige Gelände die Privatbrauerei Georg Schneider & Sohn, die jeweils dienstags, Mai-Okt. auch donnerstags, um 14 h Führungen anbietet (Anmeldung unter Fon 09441 / 7050).

Wenn Sie mehr über die Geschichte der Stadt erfahren wollen, bietet sich ein Besuch des Archäologischen Museums an (Lederergasse 11, geöff. April-Okt. di-so 10-17 h), das sich neben der Besiedlung des Donau-Altmühl-Raums in den vergangenen Jahrtausenden auch der Stadtgeschichte widmet. Und wenn Sie sich für Orgelmusik begeistern, sollten Sie in der Franziskaner-Klosterkirche (Am Kirchensteig 4) vorbeischauen, da sie das Orgelmuseum beherbergt (geöff. April-Okt. di-so 14-17 h).

Kelheim, Donauradweg Tourist-Information, Ludwigsplatz 1, 93309 Kelheim, Fon 09441 / 701234, Fax 09441 / 701207, E-Mail tourismus@kelheim.de, Internet www.kelheim.de.

Hängebrücke in Kelheim, Donau-Radweg Die Altstadt von Kelheim verlassen Sie gen Norden durch das Altmühltor, überqueren die hier zum Main-Donau-Kanal ausgebaute Altmühl mittels der schicken, im 180°-Bogen geschwungenen Fußgänger- und Radlerbrücke und gelangen jenseits auf die parallel zum Gewässer verlaufende „Friedhofstraße“. Wenn diese Straße bald nach links schwenkt, halten Sie sich rechts, kommen somit bald zurück zum Kanal und wechseln dort alsbald auf den Hochwasserschutzdamm.

Donau-Radweg bei Kelheimwinzer So geht es von Kfz unbelästigt nach Kelheimwinzer, wo Sie in den Ort fahren. Vorbei an der rechter Hand liegenden Kirche führt die Route zu einer T-Kreuzung, dort rechts, dann links zu einer Vorfahrtstraße, in diese rechts und noch vor dem Ortsende halbrechts, so dass Sie zum Hochwasserschutzdamm zurückkommen. Langer Rede, kurzer Sinn: Wenn Sie nicht in den Ort möchten, können Sie auch einfach dem Damm folgen...

Am Donau-Radweg kurz nach Herrnsaal So oder so verlassen Sie den Damm noch vor der alsbald erreichten Brücke und gelangen mit einem Rechts-/Linksversatz dicht an die Donau. Beschaulich radeln Sie auf Schotter nach Herrnsaal, wo die Etappe links in die Häuseransammlung führt und Sie gleich zweimal kurz nacheinander rechts abbiegen, um weiter dicht an der Donau fahren zu können.

So kommen Sie zu einer schwach befahrenen Kreisstraße, die nun so nah an der Donau verläuft, dass kein Platz mehr für einen Radweg direkt am Ufer verbleibt. In Kapfelberg zweigen Sie rechts in die Straße „Am Jachthafen“ ab und radeln vorbei an eben diesem und Campingplätzen nach Poikam. Sodann stellt sich die Eisenbahn in den Weg, und Sie müssen links etwas hügelan, um den Eisenbahndamm nach rechts unterqueren zu können.

Flussjungfrau beim Wehr Poikam, Donau-Radweg Sanft abwärts rollen die Räder durch den Ort, und Sie zweigen bei der ersten Möglichkeit rechts ab in die Straße namens „Zur Donaubrücke“. Um zu dieser zu gelangen, müssen Sie noch einmal rechts abbiegen und überqueren sodann die Donau, wobei Sie auch an der nebenstehend abgebildeten Flussjungfrau vorbeikommen (Flussjungfrau? Na ja, Meerjungfrau passt ja auch nicht, oder?).

Auf dem Weg nach Bad Abbach, Donau-Radweg Jenseits schlagen Sie einen – so merkwürdig es auch klingen mag – 360°-Bogen, unterqueren also die Brücke und folgen direkt danach rechts dem Radweg, der an die Bundesstraße B 16 heran leitet. Kurz müssen Sie den Lärm der zahlreichen Kfz ertragen, dann geht es halblinks durch die Wiesen, bis die Hinweise des Donau-Radwegs signalisieren, dass Sie scharfrechts über den Hochwasserschutzdamm fahren sollen. Sogleich danach wird die Bundesstraße unterquert, und schwuppdiwupp befinden Sie sich in Bad Abbach. Von hinten durch die Brust ins Auge, aber durchaus okay, oder?

Krönung Heinrichs II, Bad Abbach, Donau-Radweg Bad Abbach, 371 m ü.NHN, 11.700 Einw., ist vor allem ein Kurort und kann auf eine diesbezüglich beachtliche Tradition verweisen, da die Anfänge bis ins Jahr 1465 zurückreichen. Stolz ist man darauf, dass hier am 6. Mai 973 Kaiser Heinrich II. geboren worden sein soll, der sich durch Schenkungen an Bistümer und Klöster deren Ergebenheit sicherte und so die Macht seines Hauses mehrte (Abb.: Krönung Heinrichs II, Quelle Wikipedia). Besonders wurde er im Bistum Bamberg verehrt; denn dieses hatte er ins Leben gerufen. 1024 verstarb er und wurde 1146 heilig gesprochen.

Bad Abbach, Donau-Radweg Kurverwaltung, Kaiser-Karl-V.-Allee 5, 93077 Bad Abbach, Fon 09405 / 95990, Fax 09405 / 959920, E-Mail info@bad-abbach.de, Internet www.bad-abbach.de.

Charbonnieres-les-Bains-Brücke in Bad Abbach, Donau-Radweg Der Donau-Radweg führt auf der „Kaiser-Karl-V.-Allee“ vorbei am Kurpark ins Zentrum, wo Sie links in die Fußgängerzone abbiegen. Im Anschluss halten Sie sich geradeaus, auch dann wenn die Vorfahrt rechts abknickt. Mit einem Linksbogen unterqueren Sie die Bundesstraße B 16 und passieren bald darauf den schicken Fußgänger- und Radlersteg namens Charbonnieres-les-Bains-Brücke.

Kurz darauf erreichen Sie Oberndorf und radeln auf der „Donaustraße“ durch den Ort. Hernach wird ein asphaltierter Geh- und Radweg linker Hand der Fahrbahn geboten, der schon bald links dicht an die Donau heran leitet. In Matting versetzt der Donau-Radweg beim Fähranleger wenige Meter rechts/links, um an den Wiesen entlang bis auf die Höhe der letzten Häuser zu fahren. Dort geht es wieder ganz dicht an Donau heran und damit weiter auf Asphalt bis auf die Höhe des Gasthofs „Zur Walba“. Dort wechselt der Belag zu Schotter, und Sie können wie zuvor die Seele baumeln lassen; denn ohne Orientierungsprobleme verläuft die Route immer nahe der Donau bis nach Regensburg.

Am Donau-Radweg in Regensburg Die Stadtgrenze erreichen Sie übrigens bei der Unterquerung der Autobahn A 3, bevor bald darauf eine Eisenbahnbrücke folgt, wo kurz ein Bogen um einen Fähranleger herum geschlagen wird. Ansonsten bleibt alles wie gehabt, und Sie radeln weiter dicht am Fluss, bis erneut eine Autobahn unterquert wird, dieses Mal die A 93. Beim gleich darauf folgenden Sperrwerk geht es halbrechts und im spitzen Winkel dann links zurück an die Donau, wo der Weg nun schmaler wird und bald asphaltiert ist. Jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück, bis es halbrechts und etwas aufwärts zur „Holzländestraße“ geht, der Sie geradeaus folgen.

Bald gelangen Sie an eine abknickende Vorfahrtstraße, wo Sie sich geradeaus halten, um über den „Weinmarkt“ und den „Fischmarkt“ ins Zentrum zu radeln. Wer mag, biegt hier rechts in eine der schmalen Gassen der Altstadt ab. Der Donauradweg folgt ansonsten weiter geradeaus der „Thundorfer Straße“, bis man auf eine beampelte T-Kreuzung stößt und der Radwanderweg links über die „Eiserne Brücke“ führt.

Porta Praetoria in Regensburg, Donau-Radweg Regensburg, Regensburg, 337 m ü.NHN, 140.300 Einw., ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Römer wussten, wo man eine Stadt gründen muss, wenn ihr Erfolg beschieden sein soll. Unweit einer keltischen Siedlung legten sie im 1. Jh. u.Z. ein Kohortenkastell an, dass 179 unter Mark Aurel zum Legionskastell Castra Regina ausgebaut wurde. Die Versorgung der Legion brachte Handel und Wandel und damit auch eine große zivile Siedlung mit sich, womit der Grundstein für die Stadt gelegt war. Reste aus dieser Zeit finden sich noch heute in Form der Porta Praetoria („Unter den Schwibbögen“, Foto: Hytrion) und eines 56 m langen Restes der Befestigungsmauer („Dauchauplatz“). Um 400 gaben aber die Römer das – unzerstörte – Lager auf, und es folgte ein Dornröschenschlaf, bis Regensburg Anfang des 6. Jh. Residenz der Agilolfinger, der bayerischen Herzöge, wurde.

Steinerne Brücke in Regensburg, Donau-Radweg Karl der Große bereitete dem 788 ein Ende und erhob Regensburg zur Königspfalz. Ganz allmählich wuchs der Wohlstand, und man gönnte sich modernste Verkehrswege, so z.B. 1135-46 die Steinerne Brücke über die Donau, die 310 m lang ist und ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst darstellt (Abb.: Zeichner unbekannt, Quelle Wikipedia). Dies begünstigte den Handel, und so stieg Regensburg, nachdem es 1245 Reichsstadt geworden war, dank der weitreichenden Handelsbeziehungen (z.B. nach Venedig, Paris und Kiew) im 13. Jh. zur wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten Stadt Süddeutschlands auf. Doch folgte dem schon bald ein langsamer Rückgang, da sich im 14. Jh. Augsburg und Nürnberg zu mächtigen Konkurrenten entwickelten.

Regensburg versank nun aber nicht in der Bedeutungslosigkeit, es war immer noch eine sehr wohlhabende Stadt, die auch in der Politik ein Wörtchen mitzureden hatte. Seinen besonderen Ausdruck fand dies in der Zeit von 1663 bis 1806, als im Alten Rathaus der Immerwährende Reichstag tagte, der gern als der erste parlamentarische Zusammenschluss Europas dargestellt wird (wobei aber beispielsweise die viel früheren Entwicklungen in England ignoriert werden). Im Übrigen darf man sich den Immerwährenden Reichstag nicht als ein vom Volk gewähltes Parlament vorstellen; vielmehr waren in ihm die Kur- und Reichsfürsten sowie die Reichsstädte vertreten.

Immerwaehrender Reichstag in Regensburg, Donau-Radweg Für Regensburg war die Ehre, Sitz des Reichstages zu sein, übrigens nicht umsonst (Abb.: Zeichner unbekannt, Quelle Wikipedia). Es mussten nicht nur die Sitzungsräume zur Verfügung gestellt werden, sondern der Magistrat der Stadt hatte auch für Konfekttischchen zu sorgen. Vielleicht liegt deshalb ganz nah beim Alten Rathaus das älteste Kaffeehaus Deutschlands (seit 1676); übrigens soll dort der Kaffee eher Nebensache gewesen sein, wirklich wichtig waren die feinsten Pralinen aus Paris...

Den Vorsitz hatte beim Immerwährenden Reichstag der Prinzipalkommissar inne, der Vertreter des Kaisers, der z.B. auf die Einhaltung der strengen Sitzordnung zu achten hatte. 1748 übernahm diesen Job der kaiserliche Generalpostmeister, kein geringerer als Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis (dessen Familie übrigens bereits seit 1595 das Generalpostmeisteramt führte, und das sie in den mitteldeutschen Kleinstaaten erst 1866 abgeben musste). Auf der Suche nach einem würdigen Zuhause wurde die Familie etwas später fündig: Das im 7. Jh. gegründete Benediktinerstift St. Emmeram wurde 1803 säkularisiert und ab 1812 zur Residenz derer von und zu ausgebaut.

Schifffahrtsmuseum in Regensburg, Donau-Radweg Zu sehen gibt es in einer so großen Altstadt natürlich mehr als genug, so dass es schwer fällt, eine hinreichende Auswahl zu treffen, aber versucht werden soll es doch: Als Startpunkt bietet sich die Steinerne Brücke an. Wenn Sie sich in Richtung der Altstadt orientieren und 'an Land' links halten, gelangen Sie entlang der Promenade der „Thundorfer Straße“ zur Eisernen Brücke. Auf dem Weg dorthin kommen Sie am Donau-Schifffahrts-Museum („Marc-Aurel-Ufer“) vorbei, welches im Zugraddampfer und Motorschlepper Exponate zur Geschichte der Schifffahrt auf der Donau zeigt (geöffnet April-Okt. mi-so 10-17 h, www.schiffahrtsmuseum-regensburg.de).

Sich auf der Höhe der Eisernen Brücke rechts haltend und geradewegs der Hauptstraße nach Süden folgend gelangen Sie nach ein paar hundert Metern an den „Dachauplatz“. Dort befinden sich nicht nur die oben erwähnten Reste der Römermauer, sondern auch das Historische Museum, in welchem Sie z.B. die Regensburger Entwicklung im Mittelalter genau studieren können (geöffnet di-so 10-16 h).

Dom in Regensburg, Donau-Radweg Danach wird es Zeit, durch die Altstadt zu flanieren, wozu sich gegenüber dem Historischen Museum die „Drei-Kronen-Gasse“ anbietet, von der es rechts durch die „Speichergasse“ zum „Alten Kornmarkt“ geht. Dort sind Sie schon beinahe umzingelt von Kirchen, denn an der Südseite des Platzes steht die Alte Kapelle (1002), östlich ist die Karmelitenkirche (17. Jh.) zu sehen, unweit nordöstlich liegt die Niedermünsterkirche (12. & 17. Jh.) und nordwestlich ist der imposante Dom (13.-16. Jh.) zu finden (Foto: Hpschaefer). Das Domschatzmuseum zeigt übrigens Goldschmiedekunst und Textilien aus dem 11.-20. Jh. (geöffnet April-Okt. di-sa 11-17 h, so 12-17 h).

Westlich des Doms liegt der „Krauterermarkt“, und Sie können durch die „Kramgasse“ weiter nach Westen spazieren. Sofern sich in Ihrem Schlepptau Golfsport begeisterte befinden, müssen Sie nun wohl auf sie achten; denn links zweigt die „Tändlergasse“ ab, wo im Haus Nr. 3 das Golfmuseum beheimatet ist (geöffnet mo-sa 10-18 h). Ansonsten geht es am Ende der „Kramgasse“ mittels der „Wahlenstraße“ rechts zum „Kohlenmarkt“, an den sich westlich der „Rathausplatz“ anschließt.

Damit befinden Sie sich im ehemaligen Kaufmannsviertel, wo mehrere Geschlechterburgen mit hohen Türmen nach italienischem Vorbild zu finden sind. Im Alten Rathaus können Sie das Reichstagsmuseum (neudeutsch: document Reichstag – aber hallo!) mit dem Beratungszimmer der Reichsstände und Dokumentensammlung besichtigen (Zugang nur mit Führungen, April-Okt. täglich 9.30, 10.00, 10.30, 11.00, 11.30, 12.00, 13.30, 14.00, 14.30, 15.30 & 16.00 h).

Es gibt natürlich noch viel mehr in Regensburg zu sehen, auch sind mehrere Museen und Ausstellungen noch nicht erwähnt, so dass sich die Nimmermüden darüber freuen werden, dass im Alten Rathaus auch die Tourist-Information zu finden ist. Den anderen sei ans Herz gelegt, dass nach all den schnuckeligen kleinen Orten entlang des Donauradwegs ein bisschen Großstadt auch mal ganz gut tut und Sie z.B. nach Herzenslust bummeln können, da es in Regensburg wahrlich nicht an Geschäften mangelt. Auch ist die Kulturszene beachtlich und vor allem gibt es jede Menge Cafés, Restaurants und Kneipen, so dass müde Veloreisende genug damit zu tun haben werden, aus dem großen Angebot das Passende auszuwählen.

Regensburg, Donau-Radweg Tourist-Information, Altes Rathaus, Rathausplatz 4, 93047 Regensburg, Fon 0941 / 507-4410, Fax 0941 / 507-4418, E-Mail tourismus@regensburg.de, Internet www.regensburg.de.

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