Unterwegs auf der Flaeming-Skate bei Markendorf Unterwegs auf der Flaeming-Skate nach Stülpe Flaeming-Skate zwischen Wahlsdorf und Schlenzer
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Flaeming-Skate bei Schlenzer Unterwegs auf der Flaeming-Skate unweit von Werder Raps an der Flaming-Skate bei Jänickendorf

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Flaeming-Skate® :: Etappe 2

Luckenwalde – Jänickendorf – Holbeck – Stülpe – Ließen – Petkus – Wahlsdorf – Schlenzer – Fröhden – Markendorf – Werder – Neuhof – Kolzenburg – Luckenwalde (59 km)

Start und Ziel:

Bibliothek am Bahnhof von Luckenwalde.

Strecke:

Diese Etappe folgt im wesentlichen dem Rundkurs 5 und bezieht für die An- und Abfahrt den Rundkurs 2 ein. Kreislauffördernd wirken sich die Höhenunterschiede aus, z.B. liegt Petkus fast 100 m höher als Luckenwalde.

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für Google Earth

 

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für die TOP 200 (topografische Karte 1:200.000)

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Kurzbeschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu Orten, Sehenswürdigkeiten und Gastronomie.

Bibliothek am Bahnhof von LuckenwaldeDavon ausgehend, dass Sie mit der Bahn nach Luckenwalde gelangen, beginnt die Etappe bei der Bibliothek am Bahnhof. Den Bahnhof verlassen Sie gen Südosten, gelangen so auf den Vorplatz, finden dort den ersten Hinweis zur Flaeming-Skate®, halten sich entsprechend links und folgen damit kurz der Bahnhofstraße. Schon bald leitet ein Hinweis rechts in die Poststraße, und Sie queren später geradewegs die B 101, bevor Sie das Museum und die Tourist-Information passieren und wenige Meter weiter rechts durch die Fußgängerzone radeln.

Luckenwalde, 48 m ü.N.N., 20.100 Einw., verdankt seine Entwicklung (u.a.) einem Drama, das 150 km südwestlich stattfand. 1780 nämlich wurde Gera bei einem Großbrand weitgehend zerstört, wobei auch über 200 Zeugmacher Haus und Hof verloren. Die Preußen erkannten ihre Chance, bauten auf Staatskosten die 'Große Fabrik' und sollen derart immerhin 24 Tuchmacherfamilien nach Luckenwalde gelockt haben. Kunsthalle Vierseithof in LuckenwaldeDem Kaufmann Thomas de Vins jedenfalls wurde am 12. Oktober 1781 die Konzession zum 'Betrieb einer Wollzeugfabrik nach Geraer Art'(!) erteilt, und dieser ließ sich in der Folge das Herrenhaus des Vierseithofs errichten (Haag 20, unweit westlich der Tourist-Information). 200 Jahre lang diente das Gelände der Produktion – in der DDR dem VEB Volltuch –, und beherbergt heute neben einem Hotel und Restaurant auch eine Bowlingbahn sowie in der nebenstehenden ehemaligen Turbinen- nun die Kunsthalle, in der außer Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auch Konzerte und Lesungen präsentiert werden – weitere Infos unter www.haberent.de/kunsthalle-vierseithof2/.

Hutfabrik in LuckenwaldeDa man sich in Luckenwalde auf die Tuchmacherei verstand, lag es nahe, auch in die Hutproduktion einzusteigen, was offensichtlich von Erfolg gekrönt war, denn als die Hutfabriken der Herren Salomon und Gustav Herrmann, Felix sowie Robert Steinberg senior und junior 1921 fusionierten, konnte man sich den Bau einer neuen Fabrik in der Industriestraße 2 (südwestlich des Zentrums) leisten. Ob es der unternehmerischen Sparsamkeit oder der Bekanntschaft mit einem der Bauherrn geschuldet war, dass man den damals noch unbekannten Architekten Erich Mendelsohn beauftragte, kann dahingestellt bleiben; denn was zählt ist, dass dieser Anfang der 20er Jahre mit den vier Produktionshallen, einem Kessel- und Turbinenhaus, einer Färberei sowie zwei Torhäusern eines seiner Meisterwerke schuf. Insbesondere die Färberei sorgte für Aufsehen, da sie ein mächtiger Abluftschacht krönt, der einem Hut ähnelt und prompt zum Markenzeichen wurde. Wer mehr über das Baudenkmal erfahren möchte, folgt dem Link zur 'Deutschen Stiftung Denkmalschutz': www.monumente-online.de/05/01/streiflicht/hutfabrik_luckenwalde.php.

Friedrich-Ebert-Schule in LuckenwaldeBeim Stichwort Architektur darf ein Hinweis auf das Stadttheater nicht fehlen, wobei ursprünglich der Bau einer Volksschule mit Aula beabsichtigt war, man aber im Verlauf der Planung und des Baus 1927-30 die Aula zum Theater mit immerhin über 700 Sitzplätzen erweiterte. Daher bildet die viergeschossige Schule nun den Mittelteil, der links von der Turnhalle mit Zeichenterrasse und Astronomieturm sowie rechts vom Theater begrenzt wird. Zeichenterras­se? Astronomieturm? Wundern Sie sich auch? Auf der von mir besuchten Schule gab es so etwas jedenfalls nicht. Bisher kannte ich auch keine Volks(!)schule mit einer derartigen Ausstattung. Aber die Luckenwalder waren sehr fortschrittlich und sahen ein reformpädagogisches Konzept vor, gemäß dem aber nur von 1930-33 gelehrt werden konnte, da die Nazis – kaum an der Macht – die Friedrich-Ebert-Schule in Hindenburg-Schule umbenannten, den Rektor entließen und später sogar verhafteten sowie ins Konzentrationslager steckten.

Heimatmuseum und Tourist-Information in LuckenwaldeWer noch mehr über Luckenwalde erfahren möchte, sollte einen Besuch des Heimatmuseums in Betracht ziehen, welches im gleichen Haus wie die Tourist-Information untergebracht ist. Dort wird man Ihnen z.B. gern bestätigen, dass seit 1896 in Luckenwalde eine Pianofabrik ansässig war, die ihre Salon- und Stutzflügel – auch zu DDR-Zeiten – weltweit vertrieb. Oder dass seit 1878 in Luckenwalde eine Feuerwehrgerätefabrik besteht, die von Hermann Koebe gegründet wurde und schon bald beachtliche Verkaufserfolge erzielen konnte. 1948 wurde Koebe enteignet, das Werk bestand aber fort und wurde nach der Wende privatisiert. Seit 1998 gehört es zum Rosenbauer-Konzern, einem der größten Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen weltweit – weitere Infos unter www.rosenbauer.com.

Luckenwalde, Flaeming-Skate® Touristinformation, Markt 11, 14943 Luckenwalde, Fon 03371 / 672500, E-Mail touristinfo@luckenwalde.de, Internet www.luckenwalde.de.

Am Ende der Fußgängerzone folgen Sie geradezu der Breiten Straße, um schon nach wenigen Metern halblinks auf einen schmalen Weg direkt entlang des Nuthefließes zu wechseln. So geht es zu einer Straße, mittels der Sie – vis-a-vis des Neuen Kreishauses – links/rechts versetzen und damit den hiesigen Beginn der Flaeming-Skate® erreichen.

Wer die Flaeming-Skate® noch nicht kennt, wird wohl staunen, welch herrlicher Rollbelag geboten wird, und sich schon bald daran erfreuen, dass die Orientierung dank der blauen Linien und der Hinweise leicht fällt. So geht es unbeschwert durch eine Kleingartenanlage zu einem Park und einem Sportplatz. Rechts führt die Route sodann parallel zum Meisterweg zu einer Kreuzung, und Sie halten sich geradeaus, um jenseits alsbald in den Wald einzutauchen. Bei der Jagdgaststätte Elsthal biegen Sie in eine kleine Straße ein, passieren alsbald das Freibad und zweigen nach einer S-Kurve halblinks ab, um sogleich zu einer querenden Asphaltbahn zu gelangen, wo jenseits mit etwas Glück ein paar BMX-Fahrer beim Fliegen über die Dirts zu sehen sind.

Links abbiegend radeln Sie noch ein paar hundert Meter bis zu einem Abzweig, an dem Sie auf den Rundkurs 1 gelangen und geradezu das Nuthetal durchqueren, bevor die Etappe durch den Wald und schließlich vorbei an einem Wasserwerk zu einer Landstraße führt. An ihr entlang verläuft die Flaeming-Skate® nach Jänickendorf, wo Sie gleich am Ortseingang den Rundkurs 2 rechts liegen lassen und links – über die Straße hinweg – weiter dem Rundkurs 1 und nun auch dem Rundkurs 5 folgen.

Rapsfeld am Ortsrand von JänickendorfSo geht es beständig entlang der Straße durch den sich lang hinziehenden Ort, wobei durchgängig glatter Asphalt geboten wird, der allerdings an den Grundstückszufahrten jeweils abgesenkt wurde, so dass Sie womöglich seekrank werden. Danach radeln Sie wie gehabt auf der Skaterbahn weiter nach Holbeck, wo die Etappe am östlichen Ortsrand rechts über die Straße und sodann halblinks in den Wald und zum Holbecker See führt.

Kurvenreich leiten die Rundkurse 1 & 5 entlang der Grenze eines früheren Truppenübungsplatzes zum südlichen Ortsrand von Stülpe, wo Sie auf die Landesstraße L 70 stoßen. Jenseits setzt sich die Skaterbahn rechter Hand fort, und Sie dürfen nun auf dem Weg nach Ließen auf vorzüglichem Belag ganz allmählich rund 60 Höhenmeter bewältigen. Dass die Steigung so verträglich ist, hat übrigens einen einfachen Grund: Einst verkehrte hier eine Kleinbahn, die die Städte Luckenwalde und Dahme/Mark miteinander verband. Falls Ihnen dennoch arg warm werden sollte, mag es Sie trösten, dass die Gastwirte in Ließen und Petkus Erfrischungen bereit halten und man sich in Wahlsdorf im Freibad erholen kann.

Hinweis auf die Steigung bzw. das Gefälle zwischen Ließen und PetkusDirekt vor Ließen quert die Route die Landesstraße, und es geht mit ein paar Schlenkern zu einer kurzen steilen Steigung, wobei Sie das 'Haus Hoher Golm' passieren und mit etwas Glück von den dort weilenden Kindern und Jugendlichen angefeuert werden. Sodann wird die Höhe wieder verloren und im Ort die Landesstraße erneut gequert, um hernach einen weiten Bogen zu schlagen. Vorbei an einem Rastplatz kommen Sie zurück zur Landesstraße und erobern noch 20 Höhenmeter, bevor Sie Petkus erreichen.

Im Ort wird wieder ein Haken geschlagen und die B 115 überquert, um danach zum Gutshaus zu gelangen – heute Hotel und Restaurant. Danach führen die Rundkurse zum südlichen Ortsrand, schlagen dort noch zwei Haken und queren schließlich – genau auf der Höhe einer Windmühle – die Landesstraße. Hinweise der Flaeming-Skate® am Abzweig in WahlsdorfBald nach Petkus taucht die Route in den Wald ein, und Sie können die Räder rollen lassen; denn die Strecke offeriert nicht nur viele Kurven, sondern vor allem ein angenehmes Gefälle. Beim Ortseingang von Wahlsdorf schlagen Sie zwei Haken, bevor die Etappe auf der Höhe der Ortsmitte rechts abknickt und Sie alsbald den Abzweig des Rundkurses 1 ignorieren, um geradezu weiter dem Rundkurs 5 zu folgen.

Flaeming-Skate® zwischen Wahlsdorf und SchlenzerZur Abwechslung radeln Sie nun abseits irgendwelcher Straßen, müssen also keine lärmenden Motoren und Reifen ertragen und können die sanftwellige Landschaft so recht genießen. Erst geht es etwas bergab, dann aufwärts nach Schlenzer; nicht umsonst nennt sich der Ort stolz 'Bergdorf'. Zur Belohnung rauschen Sie im Anschluss abwärts und gelangen in Fröhden an eine T-Kreuzung mit dem dort querenden Rundkurs 4. Sie biegen rechts ab, radeln kurz auf einem schmalen Weg und gelangen alsbald wieder auf freies Feld, wo die Räder sodann auf einem ehemaligen Eisenbahndamm nach Markendorf rollen. Vom Ort bekommen Sie direkt an der Strecke aber kaum etwas mit.

Rastplatz der Flaeming-Skate® zwischen Markendorf und WerderNach der Kreuzung mit der B 115 schwenkt die Etappe bald halblinks in den Wald, und Sie können wieder geruhsam pedalieren. Um das Vergnügen noch zu steigern, fällt die Strecke schließlich recht ordentlich ab, bevor Sie südlich entlang des hübschen Angerdorfs Werder radelnd den Kreuzungspunkt mit dem Rundkurs 1 erreichen, und zwar bei einem Parkplatz des Erlebnishofs Werder (mit Hotel, Restaurant, Stall- und Reitanlagen sowie einem 'Landwirtschaftspark', in dem insbesondere Kindern und Jugendlichen die heutige Agrarwirtschaft näher gebracht wird – mehr erfahren Sie unter www.erlebnishof-werder.de).

Die Etappe führt vorbei am Parkplatz, schlägt einen Haken links/rechts und leitet so zu einer Nebenstraße, die Sie erst queren und der Sie dann rechts folgen, um kurz darauf links abzuzweigen. Sanftwellig geht es nach Neuhof, wo die Räder kurz auf der Fahrbahn rollen und Sie sich an einer Kreuzung geradeaus halten, bevor sich wieder glatter Asphalt anschließt, der über die Felder zum Wald führt.

Dort folgt ein Rechtsbogen, bevor die Flaeming-Skate® mit ein paar Kurven nach Kolzenburg leitet. Kurz vor den ersten Häusern geht es scharfrechts, damit zurück in den Wald und bald zum Abzweig der Rundkurse 2 & 5. Links leitet der Asphalt aus dem Wald heraus, und Sie versetzen kurz nach dem Passieren einer Lagerhalle rechts/links, um nun vorbei an Pferdekoppeln zum Anger von Kolzenburg zu radeln, wo ein Gasthof zur Rast einlädt.

Den Ort verlassen Sie nach Norden, absolvieren noch ein paar Bögen durch die schöne Niederung der Nuthe und kommen derart zu einem Abzweig, den Sie schon von der Anfahrt her kennen. Flaeming-Skate zwischen Kolzenburg und LuckenwaldeLinks geht es nach Luckenwalde, und wer nicht wieder durch die Fußgängerzone fahren möchte, kann ein wenig abkürzen, indem gegenüber dem Neuen Kreishaus nicht der Weg direkt an der Nuthe, sondern wenige Meter weiter ein schmaler Fußweg rechts gewählt wird. Dieser leitet zu einer querenden Pflasterstraße, die Sie queren, um jenseits auf einem Geh- und Radweg zur nächsten Straße zu gelangen, die wiederum gequert wird. Die asphaltierte Kleine Weinbergstraße schwenkt sofort nach links, und alsbald dem Rechtsbogen folgend gelangen Sie automatisch auf die Käthe-Kollwitz-Straße, die schnurstracks zum Bahnhof von Luckenwalde leitet.

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