In Baruth an der Flaeming-Skate Flaeming-Skate südlich von Friedrichshof Kleine Mühle in Drahnsdorf an der Flaeming-Skate
Velo-Touring
Auf der Flaeming-Skate bei Prierow Unterwegs auf der Flaeming-Skate bei Golßen Wegweiser der Flaeming-Skate bei Wildau-Wentdorf

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Flaeming-Skate® :: Etappe 5

Baruth – Klein Ziescht – Klasdorf - (Wildpark Johannismühle) – Glashütte – Friedrichshof – Golßen – Sagritz – Krossen – Wildau-Wentdorf – Prensdorf – Buckow – Wahlsdorf – Petkus – Ließen – Stülpe – Lynow – Schöbendorf – Paplitz – Baruth (86 km)

Start und Ziel:

Bahnhof Baruth.

Strecke:

Diese Etappe folgt weitestgehend dem Rundkurs 8 der Flaeming-Skate® und führt damit auf einer Länge von ca. 25 km durch den Landkreis Dahme-Spreewald. Dort ist die Strecke nicht durchgängig asphaltiert, sondern teilweise auch mit Betonpflaster befestigt, also für Skater ungeeignet. Die Radler werden auch nicht begeistert sein, können damit aber leben.

Downloads:

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für Google Earth

 

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für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

ovl-Datei

für die TOP 200 (topografische Karte 1:200.000)

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Kurzbeschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu Orten, Sehenswürdigkeiten und Gastronomie.

Davon ausgehend, dass Sie mit dem Zug anreisen, beginnt die Etappe am Bahnhof von Baruth/Mark, wo Sie der Straße an dessen westlicher Seite gen Süden folgen. Alsbald rechts abknickend geht es zur B 96, die ins Zentrum leitet.

Altes Schloss, sog. Frauenhaus, in BaruthBaruth/Mark, 58 m ü.N.N., 4.200 Einw., gehört zu den kleinen Landstädtchen, die jahrhundertelang der Grundherrschaft unterworfen waren und sich daher nur zögerlich entwickelten. Im Falle von Baruth waren die Grundherren ab 1596 die Grafen von Solms, genauer die Linie Solms-Baruth, die sich (u.a.) außer dem Alten Schloss, und dem sogenannten Frauenhaus (rechts) auch den links abgebildeten Komplex des Neuen Schlosses errichten ließen (Quelle: Sammlung Alexander Duncker). Einer der Söhne des Hauses war Friedrich Hermann Heinrich Christian Hans zu Solms-Baruth (1886-1951), der zu den Unterstützern des 'Kreisauer Kreises' gehört haben soll, Schloss Baruth um 1860, Sammlung Alexander Dunckereiner Widerstandsgruppe im Dritten Reich, die sich bereits 1940-41 bildete und in der sich Persönlichkeiten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen mit der Neuorganisation und der Verfassung eines neuen Staates nach einem vorausgesetzten baldigen Untergang der nationalsozialistischen Herrschaft befassten. Nachdem einer der Köpfe des Kreises – Helmuth James Graf von Moltke – im Januar 1944 von der Gestapo verhaftet worden war, löste sich die Gruppe auf, wobei sich ein Teil den Leuten um Claus Schenk Graf von Stauffenberg anschloss, um sich im Juli 1944 an einem gewaltsamen Umsturz zu beteiligen, der aber bekanntlich scheiterte.

Friedrich Fürst zu Solms-Baruth gehörte neben den Familien Yorck von Wartenburg und von Moltke auf Kreisau (!) zu den größten Grundbesitzern in Schlesien, kannte diese daher gut und wurde prompt von der Gestapo verdächtigt, an den Attentats­plänen beteiligt gewesen zu sein und entsprechend verhaftet. In der Folge konnte er nicht mehr frei über sein Grundvermögen verfügen, welches stolze 38.774 ha – überwiegend in Schlesien – umfasste. Nach der Wende gestattete dies aber seinen Nachfahren – die 1982 einen Lastenausgleich in Höhe von immerhin rund 8 Mio. DM erhalten hatten – die Rückübertragung der Flächen zu fordern (soweit sie in der ehemaligen DDR lagen), da sie nicht erst gemäß Anordnung der Sowjetunion im Rahmen der Bodenreform enteignet worden waren, sondern dies bereits die zweite Enteignung darstellte. Immerhin 3.658 ha Wald, Acker- und Grünland (davon mehr als 3.000 ha allein im Landkreis Teltow-Fläming) erhielten die von und zu Solms-Baruth.

Baruth, Flaeming-Skate® Stadt Baruth/Mark, Ernst-Thälmann-Platz 4, 15837 Baruth/Mark, Fon 033704 / 9720, E-Mail info@stadt-baruth-mark.de, Internet www.stadt-baruth-mark.de.

Flaeming-Skate® bei Klein ZieschtBaruth verlassen Sie mittels der B 96 und folgen nach dem Ortsende einem asphaltierten Geh- und Radweg, bis ein Hinweis der Flaeming-Skate® nach links leitet. Ihm folgend überqueren Sie alsbald die Eisenbahntrasse und zweigen gleich danach in Klein Ziescht rechts ab. Erst ist der Asphalt einstreifig, verjüngt sich aber im Wald auf Geh-/Radwegbreite und führt schnurstracks nach Klasdorf, wo die Räder kurz auf Großpflaster rollen, bevor Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen und sich entscheiden müssen, ob Sie einen Abstecher zum Wildpark Johannismühle machen wollen. Wenn ja, dann geht es rechts.

Wildpark JohannismühleIm Wildpark Johannismühle können April-Aug. di-so 10-19 h, Sept.-März 10-18 h (Eintritt € 8,50) auf einem über 100 ha großen Freigelände heimische Wildarten ohne störende Zäune beobachtet werden, darunter Rot-, Dam- und Schwarzwild, Auerochsen, Wildpferde, Braun- und Schwarzbären, Wölfe, Fisch- und Seeadler, Uhu, Schnee-Eulen, Bartkäuze (Foto: Alexander Savin).

Der Name 'Johannismühle' geht auf eine einst hier betriebene Wassermühle zurück, an deren Stelle später ein Forsthaus stand. In dieses quartierte sich am Ende des Zweiten Weltkriegs ein Stab der Roten Armee ein, und ein sowjetischer Offizier besuchte auch gern den Förster, um mit ihm auf die Jagd zu gehen. Da lag es nur nahe, dass das Gelände später zum Sonderjagdgebiet des sowjetischen Oberkommandos in Deutschland wurde und man im Zentrum des heutigen Wildparkes eine schicke Datscha errichtete.

Im Verlaufe der Jahre beherbergte man dort so manchen Großkopferten, und besonders originell war der russische Verteidigungsminister 'Armeegeneral und Held der Sowjetunion' Pawel Sergejewitsch Gratschow, der 1994 anlässlich der Verabschiedung der russischen Truppen in Deutschland weilte und beim Packen aus Versehen (?) die Inneneinrichtung der Datscha mitnahm (die im Übrigen bereits verkauft war). Doch wen wundert das bei einem, der in Afghanistan und Tschetschenien gedient hat und gesagt haben soll: „Es macht mich stolz, wenn ich sehe, dass meine achtzehnjährigen Wehrpflichtigen mit einem Lächeln auf den Lippen für Russland sterben.”

Wildpark Johannismühle, Flaeming-Skate® Wildpark Johannismühle, 15837 Baruth/Mark - Klasdorf, Fon 033704 / 97011, E-Mail info@wildpark-johannismuehle.de, Internet www.wildpark-johannismuehle.de.

Ggf. radeln Sie nach dem Abstecher zurück nach Klasdorf und folgen der gepflasterten Vorfahrtstraße, bis es an einer Kreuzung mit Hinweis links geht. Kurz rollen die Räder noch auf der Fahrbahn, dann auf einem asphaltierten Geh- und Radweg. Mitten im Wald passieren Sie einen großen Parkplatz linker Hand, welcher dem Umstand geschuldet ist, dass bald darauf Glashütte erreicht wird.

Glashütte um 1840Glashütte ist ein Ortsteil der Stadt Baruth/Mark und wurde ab 1716 – wie es der Name bereits vermuten lässt – einzig und allein zu dem Zweck errichtet, eine Glashütte zu betreiben (Abb. Ansicht um 1840, unbekannter Maler). Zunächst war der Hütte aber kein sonderlicher Erfolg beschieden, mehrfach gingen die Betreiber pleite und versuchten andere ihr Glück. Im 19. Jh. standen die Sterne schon günstiger, und es gelang, ein besonders reines Milchglas zu schmelzen, das für Lampenschirme und -zylinder verwendet werden konnte. Beim Absatz war man so erfolgreich, dass 1844 eine dritte Hütte errichtet werden musste, mittels der man monatlich bis zu 25.000 Lampenschirme produzieren konnte. Den Gipfel des Erfolgs erklomm man in den 60er Jahren des 19. Jh. mit einer vierten Glashütte und einer jährlichen Produktion von bis zu einer Million Lampenschirmen. Der Betrieb wurde zwar erst 1980 eingestellt, doch war man längst nicht mehr so erfolgreich, was aus heutiger Sicht durchaus als Vorteil gesehen werden kann, weil deshalb zahlreiche Gebäude erhalten blieben, so dass der ganze Ort heute als Museumsdorf unter Denkmalschutz steht. Wenn Sie mehr über die Geschichte der Glashütte (und den Ort) erfahren wollen, besuchen Sie das 'Museum in der Neuen Hütte' (von 1861) mit der Schauglasproduktion und der Burger-Ausstellung – geöffnet April-Okt. di-so 10-18 h, Eintritt € 5,50 ? weitere Infos unter www.museumsdorf-glashuette.de.

Mit der Burger-Ausstellung? Wer oder was ist Burger, werden Sie sich vielleicht fragen. Nun, in Glashütte wurde am 12. Januar 1866 Reinhold Burger geboren, der sich in Berlin zum Glastechniker ausbilden ließ. Da ihm das, was er in Berlin lernen konnte, wohl nicht genügte, ging er 1890 in die USA und gründete – in die Heimat zurückgekehrt – 1894 seine eigene Glasinstrumentenfabrik, die verschiedenste Geräte für Schulen, Labore und medizinische Anwendungen herstellte. Dass er eher Tüftler und Erfinder als Fabrikant und Kaufmann war, bewies er bereits, als er für Conrad Röntgen ab 1900 Vakuumröhren für dessen Röntgenapparat entwickelte. Parallel perfektionierte er aber auch das nach seinem Erfinder benannte 'Dewargefäß' (verspiegelt, doppelwandig mit Vakuum) und kreierte derart die Thermosflasche. 1903 ließ er sich diese patentieren, verkaufte aber 1909 das Patent an die eigens gegründete Thermos-AG, die 1920 mit der Serienproduktion begann. Was er sonst noch so alles entdeckt und erfunden hat bzw. sich patentieren ließ, erfahren Sie in der genannten Ausstellung.

Vielleicht können sich die heutigen Bewohner des Museumsdorfs nicht mit seinen schöpferischen Fähigkeiten messen, aber sie haben schon eine Menge auf die Beine gestellt, wie man einer langen Liste auf der Website entnehmen kann, darunter z.B. eine Galerie, eine Töpferei, eine Gärtnerei, ein Leinenkontor, ein Kräuterladen, eine Dorfschmiede, ein Fabrikgasthof und eine Herberge mit Bio-Badeteich (!).

Glashütte, Flaeming-Skate® Baruther Glashütte, Museumsverein Glashütte e.V., Hüttenweg 20, 15837 Baruth/Mark - Glashütte, Fon 033704 / 980914, E-Mail info@museumsdorf-glashuette.de, Internet www.museumsdorf-glashuette.de.

Im Dorf verläuft die Etappe auf der asphaltierten Fahrbahn, schlägt dann auf einem Geh- und Radweg einen kleinen Linksbogen und führt zurück zur Straße, um dort dem Hinweis nach Rietzneuendorf auf eine einstreifige Asphaltierte zu folgen. Die leitet beständig durch den Wald, bevor Sie die Kreisgrenze erreichen und linker Hand Felder passieren sowie kurz darauf den Ortseingang von Friedrichshof erreichen.

Dahme-Radweg südlich von FriedrichshofSie radeln durch das Dorf und zweigen am östlichen Ortsende rechts ab, um ab dem nächsten Abzweig geradezu dem Dahme-Radweg zu folgen. Einen weiten Rechtsbogen absolvierend geht es in den Wald und dort bald an einer Kreuzung links, wobei die Räder beständig auf einem etwas eigentümlichen Betonpflaster mit Lochmuster rollen. Was sich die Leute so alles einfallen lassen! Sollen die Kinder im Anhänger ordentlich durchgeschüttelt werden? Will man demnächst zum Schutze kleiner Lebewesen diese Lochstreifen als Querungshilfen auch auf Straßen vorsehen? Gar auf Autobahnen, die ja sonst unüberwindliche Hindernisse darstellen? Chapeau! Das wäre doch mal wegweisend.

DahmeNein, ich rege mich nicht auf, ich doch nicht! Ich genieße lieber die Fahrt durch den Wald, wo man nach einer Weile einen Rastplatz mit Übersichtstafel für den Dahme-Radweg erreicht. Wer sich ob des Rauschens in der Nähe wundert, folgt vielleicht kurz dem schmalen Weg zu einer Brücke und sieht dort, dass es die Dahme ist, die so herrlich plätschert.

Hernach geht es weiter wie gehabt, bis der Wald verlassen wird und der Rollbelag zu Asphalt wechselt. In Prierow biegen Sie rechts in den asphaltierten Geh- und Radweg der B 115 ein und radeln schnurstracks nach Golßen, wo ein weiter Rechtsbogen geschlagen wird, bevor die hier gemeinsam geführten Bundesstraßen B 96 und B 115 überquert werden, um in die Stadtmitte zu gelangen.

Am Markt knickt die Etappe sogleich links in die Gartenstraße ab, die zur sog. Hauptstraße leitet, welcher Sie gen Südosten stadtauswärts folgen. Nach dem Queren einer Vorfahrtstraße rollen die Räder auf dem glatten Asphalt der Luckauer Straße, und noch vor dem Ortsende führt ein Radhinweis halbrechts auf eine einstreifige Asphaltierte, die vorbei an ein paar Teichen und durch die feuchte, bewaldete Niederung der Dahme verläuft. Nach dem Wald absolvieren Sie bei einem Gehöft eine Rechtskurve und radeln nun auf dem guten Belag durch die Felder.

Kanow-MühleNach einem Linksknick führt die Route zur Kanow-Mühle, wo man heute noch wie einst Leinöl, Kürbiskernöl, Schwarzkümmelöl, Hanföl, Mohnöl, Rapsöl und Sesamöl presst – weitere Infos unter www.kanow-muehle.de. Der gute Asphalt leitet sodann nach und durch Sagritz, bevor es weiter geht durch Wald und Flur, wobei die Räder eine Weile auf einer Allee mit altem Baumbestand rollen. Bei der Vordermühle 'biegen' Sie gerade in die dort abknickende Straße ein und setzen ihre Fahrt nach Krossen fort.

Dorfkirche in KrossenIm Dorf zweigen Sie rechts in die Vorfahrtstraße ab und verlassen Sie kurz nach der nebenstehenden Kirche nach links. Wenige hundert Meter rollen die Räder noch auf zweistreifigem Asphalt, dann einstreifigem, bevor es mal wieder über die Dahme hinweg und vorbei an der Brandmühle bis zu einem Abzweig geht, an dem die Etappe scharflinks auf einen Fahrweg mit dem schon bekannten Betonpflaster nebst Lochstreifen in der Mitte abknickt.

Kleine Mühle bei DrahnsdorfNach einem weiten Rechtsbogen geht es links zur Kleinen Mühle und sodann auf Asphalt in den Wald, wo Sie sich an einer Gabelung rechts halten. Einfach dem guten Rollgrund folgend radeln Sie durch Wald und Flur bis zur Einmündung in eine kleine Straße, die halbrechts sogleich zu einem Bahnübergang leitet. Nur wenige Meter hinter diesem wird die Grenze zum Landkreis Teltow-Fläming erreicht und damit auch die Flaeming-Skate®.

Die Räder rollen nun zunächst auf einem asphaltierten Geh- und Radweg nach Wildau-Wentdorf, wo Sie gleich nach dem Passieren der Neuen Mühle auf die zweistreifig asphaltierte Fahrbahn wechseln. Wenn die Vorfahrt bald nach der Kirche rechts abknickt (und an der Dammmühle vorbeiführt), fahren Sie weiter geradeaus (Tick links) und folgen nach den letzten Häusern dem wieder schön glatten Asphalt sanft ansteigend gen Westen.

Flaeming-Skate® zwischen Wildau-Wentdorf und LiebsdorfSo geht es schnurstracks durch den Wald, bevor beim Friedhof von Liebsdorf ein Haken geschlagen wird, um sodann auf dem nun etwas breiteren Asphalt der Fahrradstraße bis zur Landstraße zu radeln, die jenseits ein Geh- und Radweg begleitet. Dem folgen Sie vorbei am Abzweig nach Görsdorf bis zu jenem nach Prensdorf. Dort geht es rechts, um alsbald auf die andere Seite der gepflasterten Straße zu wechseln und nur wenige Meter weiter die ab dort nun asphaltierte Fahrbahn in die Ortsmitte zu wählen, wo die Etappe rechts abknickt und bald mit einem Linksbogen aus dem Ort hinausführt.

Kirche in WahlsdorfWiederum rollen die Räder auf vorzüglichem Skaterbelag, so dass das Radeln trotz eines allmählichen Anstiegs leicht fällt. Kurz vor Buckow verlieren Sie einen Teil der gewonnenen Höhe, müssen sie aber sogleich zurückerobern. Auch danach steigt die Strecke noch etwas an, so dass so manchem wohl der Sinn nach einer erfrischenden Pause steht, wenn er in Wahlsdorf ankommt. Da trifft es sich doch gut, dass für Wahlsdorf gilt: klein aber oho! Denn am südwestlichen Ortsrand gibt es ein Freibad, was bei einem so kleinen Ort eigentlich nicht zu erwarten wäre. Diese Etappe führt zwar nicht direkt am Freibad vorbei, aber Sie müssen nur, wenn Sie am westlichen Ortsrand t-förmig auf die Rundkurse 1 & 6 stoßen, links abzweigen und dem glatten Asphaltband bis direkt vor die Pforte des Bades folgen.

Warnung vor starkem Gefälle an der Flaeming-Skate®Wer nicht baden möchte, biegt rechts ab und schlägt entlang des Ortsrandes noch ein paar Haken, bevor die Strecke im Wald recht ordentlich ansteigt und Sie bis Petkus immerhin ca. 30 Höhenmeter gewinnen – nicht umsonst wurde für diejenigen, die in Gegenrichtung unterwegs sind, die nebenstehende Warnung aufgestellt; denn Skater können bekanntlich nicht so gut bremsen wie Radler. Wenn Sie daher geneigt sein sollten, den Wasserverlust auszugleichen, kommt es Ihnen womöglich zupass, dass unmittelbar an der Flaeming-Skate® das Gutshaus Petkus – heute Hotel und Restaurant – liegt.

Danach wird die B 115 gequert und vorbei an einem Sportplatz ein Haken geschlagen, bevor es bald beachtlich abwärts nach Ließen geht. Flaeming-Skate® kurz vor StülpeNach einem weiten Rechts-/Linksbogen queren Sie im Ort die Landstraße und müssen kurz steil hügelan. Die Belohnung für die Mühen folgt aber sogleich, und zwar in Form eines kurzen, steilen Gefälles und hernach, nachdem Sie noch einmal die Landstraße gequert haben, in Form einer 4½ km langen sanften Abfahrt, bei der Sie rund 50 Höhenmeter verlieren. Dass das Gefälle so gleichmäßig gering ist, hat übrigens einen einfachen Grund: Einst verkehrte dort eine Kleinbahn, die die Städte Luckenwalde und Dahme/Mark miteinander verband.
Kirche in Stülpe
Kurz vor dem Ortseingang von Stülpe knickt die Skaterbahn links Richtung Luckenwalde ab. Der Rundkurs 8 führt jedoch geradezu in die Dorfmitte, wo es rechts auf der Straße durch den Ort geht, bevor sich am östlichen Ortsende ein asphaltierter Geh- und Radweg anschließt. Hernach verläuft die Flaeming-Skate® teils recht kurvenreich und manchmal etwas weiter von der Landstraße entfernt durch die sanftwellige Landschaft, so dass Ihnen nicht langweilig werden wird.

In Lynow wechselt die Route auf die asphaltierte Fahrbahn, und am Ortsende geht es zurück auf den asphaltierten Geh- und Radweg, der zur Abwechslung nun südlich der Straße verläuft. Doch zuvor wollen Sie vielleicht in

Oskar-Barnack-Museum in LynowLynow das Oskar-Barnack-Museum besuchen, was allerdings nur nach telefonischer Vereinbarung unter Fon 033733 / 60073 möglich ist. Das Museum widmet sich dem am 1.11.1879 in Lynow geborenen Oskar Barnack (Foto rechts: Wikipedia), der die Kleinbildkamera und den zugehörigen Kleinbildfilm erfand. Er war in Wetzlar bei den optischen Werken beschäftigt, Oskar Barnackdie seit 1849 Mikroskope entwickelten und sehr erfolgreich weltweit vertrieben. 1914 konstruierte Oskar Barnack die Ur-Leica (Leitz-Camera, Foto unten: Leica Microsystems), von der aber erst 1923 25 Prototypen für Testzwecke gebaut wurden. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage entschied man sich, die Leica I mit fest eingebautem Objektiv 1925 auf der Leipziger Messe der Öffentlichkeit zu präsentieren, und konnte noch im selben Jahr 1.000 Kameras produzieren. Bereits 1932 wurde die Leica II mit der Seriennummer 100.000 hergestellt, und die Kamera hatte nun einen Entfernungsmesser, einen Sucher und ein genormtes Gewinde für sieben Wechselobjektive.

LeicaUnd was war nun so besonders an der Erfindung von Oskar Barnack? Tja, das wird einem erst bewusst, wenn man bedenkt, dass bis dahin die Größe eines fertigen Fotos (Positiv) immer exakt dem Aufnahmeformat (Negativ) entsprach, weshalb Fotografen mit sehr großen, unhandlichen Kameras arbeiten mussten. Mit der Kleinbildkamera, den Wechselobjektiven, dem Rollfilm und dem Vergrößerungsapparat entstanden völlig neue Möglichkeiten für eine mobile, schnelle Fotografie, ja es entstand im engeren Sinne überhaupt erst der Fotojournalismus, der nun nah an das Geschehen heranrückte.

Mehr zur Geschichte der Kleinbildkamera finden Sie bei Wikipedia. Und Leica ehrt seinen einstigen Mitarbeiter übrigens durch den seit 1979 jährlich vergebenen 'Oskar-Barnack-Preis' für hochwertige Reportagefotografie.

Schnurstracks geht es nach Schöbendorf, wo eine Rechtskurve absolviert wird, bevor der Geh- und Radweg endet und Sie auf die Fahrbahn wechseln. Nach dem Ort wird wieder ein Geh- und Radweg geboten, der nun nördlich der Straße verläuft und einen Bogen um ein Wäldchen schlägt, bevor sich in Paplitz das Spiel wiederholt, also am Ortseingang Wechsel auf die Fahrbahn und am Ortsende zurück auf den Geh- und Radweg. Schon bald darauf ist Baruth erreicht, wo die Straße bis zu einem Kreisverkehr leitet, an dem Sie links abbiegen, um ins Zentrum und/oder zum Bahnhof zu gelangen.

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