Inschrift in Blindheim am Donau-Radweg Protest in Rettingen am Donau-Radweg Rieder Tor in Donauwörth
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Reichsstraße in Donauwörth Donau-Radweg zwischen Donauwörth und Zirgesheim Blick vom Donau-Radweg kurz vor Marxheim

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Donau-Radweg (D) :: Etappe 7

Höchstädt – Sonderheim – Blindheim – Gremheim – Rettingen – Zusum – Donauwörth – Zirgesheim – Altisheim – Leitheim – Graisbach – Lechsend – Marxheim (43 km)

Start:

Marktplatz in Höchstädt.

Strecke:

Zwischen Gremheim und Donauwörth führt die Etappe durch das topfebene Ried, wo die Landwirtschaft die Szenerie beherrscht und das Radeln höchstens bei starkem Gegenwind schwer fällt. Nach Donauwörth wird es radfahrerisch anspruchsvoller; denn es sind so einige Höhenmeter zu erklimmen. Nicht umsonst heißt ein Ort Lech(z)send.

Ziel:

Marxheim, Abzweig Donau-Radweg.

Downloads:

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für Google Earth

 

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für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Beschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten.

Direkt nach dem alten Rathaus von Höchstädt biegen Sie rechts ab und folgen dem Verlauf der Vorfahrt vorbei am Schloss aus dem Ort hinaus, bevor die Etappe wenige hundert Meter weiter links abknickt. Damit rollen die Räder auf einer kleinen asphaltierten Straße an zahlreichen Fischteichen vorbei. Nach einer ganzen Weile geht der Asphalt in Betonplatten über, die bald mit einem Linksbogen nach Sonderheim leitet.

Inschrift an der Kirche von Blindheim, Donau-Radweg Im Ort stoßen Sie nach einem kurzen Anstieg auf eine Kreuzung und fahren rechts, so dass Sie nach dem Ortsende automatisch zu einer Kreisstraße gelenkt werden, deren Geh- und Radweg Sie rechts folgen. In Blindheim endet der Geh- und Radweg, und Sie radeln mit der Vorfahrt durch den Ort, wobei Sie auch die Kirche mit der nebenstehenden Inschrift zur Erinnerung an die Schlacht von 1704 passieren.

Nachdem ein Bach überquert wurde, geht es rechts und ab dem Ortsende steht wieder ein Geh- und Radweg zur Verfügung. Am Ortseingang von Gremheim kommen Sie zurück auf die Fahrbahn, schlagen einen weiten Bogen durch das Dorf und nähern sich sodann der zuvor begleiteten Kreisstraße. Dort hat man sich etwas Feines für die Radler ausgedacht, und gemäß der Hinweise werden Sie mit mehreren Bögen hinauf zur Brücke über die Donau gelenkt.

Protest gegen das Überschwemmungsgebiet Rettingen, Donau-Radweg Sie überqueren den Fluss, und die Räder rollen erneut auf einem Geh- und Radweg, bis ein Hinweis die Radler nach links schickt. Dies bedeutet einen weiten Bogen auf der Fahrbahn, bevor es zurück zur Kreisstraße und an ihr entlang auf dem Geh- und Radweg bis zu einem Abzweig links geht. Ab dort folgt die Route einer kleinen Straße mit ein paar Schlenkern durch die Felder und durch ein Wäldchen sowie vorbei an einem Gutshof nach Rettingen, wo der Donau-Radweg rechts abknickt.

Wehr kurz vor Donauwörth, Donau-Radweg Bald nach Zusum überqueren Sie einen kleinen Hochwasserschutzdamm und biegen kurz darauf links auf einen Schotterweg ab, der mit einem Rechtsbogen auf den Damm der Donau leitet. Wenige Meter weiter wird die Donau beim dortigen Wehr überquert (werfen Sie ruhig mal einen Blick auf die eindrucksvollen Ketten) und jenseits an einer T-Kreuzung rechts abgebogen, um hernach parallel zum Hochwasserschutzdamm hinein nach Donauwörth zu radeln.

Rieder Tor in Donauwörth, Donau-Radweg Wenn Sie nun durch regen Flugverkehr gestört werden, liegt das daran, dass Sie am Werk von Airbus Helicopters vorbei radeln, bald die Eisenbahn unterqueren und kurz darauf zu einer Vorfahrtberechtigten kommen. Mit dieser versetzen Sie wenige Meter rechts/links, um über die Wörnitz hinweg in die Altstadt zu gelangen. Dem Verlauf der Hauptgasse („Hindenburgstraße“) folgend kommen Sie durch das „Rieder Tor“ zu einer abknickenden Vorfahrtstraße. In diese biegen Sie geradezu ein, um sie gleich wieder geradeaus zu verlassen. Genau dort finden Sie die Tourist-Information.

Donauwörth, 410 m ü.NHN, 18.600 Einw., darf voller Stolz behaupten, einst Freie Reichsstadt gewesen zu sein, allerdings er-freute es sich nur von 1301 bis 1348 der damit verbundenen Privilegien. Später fiel die Stadt gar in Ungnade; denn die Mehrheit der Donauwörther hatte sich dem Protestantismus angeschlossen, was den Mächtigen nicht in den Kram passte, weshalb 1607 die Reichsacht verhängt und 1608 von Bayern vollstreckt wurde.

Reichsstraße in Donauwörth, Donau-Radweg An die Zeit der Reichsstadt erinnert noch heute die „Reichsstraße“ mit einigen stattlichen Giebelhäusern, dank derer sich Donauwörth deutlich von Kommunen in der Nachbarschaft abhebt. Dort finden Sie übrigens im Tanzhaus auch das Archäologische Museum mit dem Schwerpunkt in der Römerzeit (Reichsstraße 34, geöff. sa & so 14-17 h).

Heimatmuseum in Donauwörth, Donau-Radweg Apropos Museen: Auf der Insel Ried (über die Sie in die Altstadt gefahren sind) finden Sie das Heimatmuseum, das sich u.a. dem Fischereiwesen, dem Metallhandwerk, der Kleidungssitten und der Wohnkultur widmet – Museumsplatz 2, geöffnet Mai-Okt. di-so 14-17 h. Damit ist das museale Angebot von Donauwörth aber noch lange nicht erschöpft; denn im Rieder Tor ist z.B. das Haus der Stadtgeschichte untergebracht – geöffnet nur auf Anfrage unter Fon 0906 / 789-170 und -151).

1901 erblickte in Auchsesheim (unweit südlich der Stadt) Werner Egk – mit bürgerlichem Namen Werner Joseph Mayer – das Licht der Welt. U.a. war er 1936-40 Kapellmeister an der Berliner Staatsoper und 1950-53 Direktor der Berliner Hochschule für Musik (Abb.: Briefmarke der Deutschen Post). Werner Egk, Donauwörth, Donau-Radweg Neben Orchesterwerken und Klaviermusik komponierte er vor allem Opern – z.B. Columbus (1933), Die Zaubergeige (1935), Peer Gynt (1938) und 17 Tage und 4 Min. (1966). Donauwörth widmete er fünf Stücke für Bläserquintett sowie 1982 sein einziges Streichquartett „Die Nachtigall“ und setzte seine Heimatstadt als Erben ein. Daher können Sie in der Werner-Egk-Begegnungsstätte seinen Konzertflügel, Erinnerungen an sein persönliches Umfeld, Bücher, Partituren, Urkunden, Manuskripte, Bühnenbildmodelle und Inszenierungsentwürfe anschauen und aus einer Audioanlage 18 Stunden Egk-Musik abrufen – geöffnet Mai-Sept. di-so 11-18 h, übrige Zeit do-so 14-17 h.

Die Begegnungsstätte finden Sie im ehemaligen Kapuzinerkloster in der „Pflegstraße 21a“ (am westlichen Ende der „Reichsstraße“ rechts) und eben dort ist auch das Käthe-Kruse-Puppen-Museum beheimatet. Damit gedenkt die Stadt der hier von 1947 bis 1990 produzierten Spiel- und Schaufensterpuppen. Die Tradition reicht sogar bis 1910 zurück, und 150 Puppen zeigen die Kunstfertigkeit – Öffnungszeiten wie bei der Werner-Egk-Begegnungsstätte.

Donauwörth, Donauradweg Tourist-Information, Rathausgasse 1, 86609 Donauwörth, Fon 0906 / 789151, Fax 0906 / 789159, E-Mail tourist-info@donauwoerth.de, Internet www.donauwoerth.de.

Von der Tourist-Information fahren Sie zum „Ochsentörl“, welches einen engen Durchlass gewährt. So kommen Sie durch die Wallanlagen zu einem querenden Weg und folgen diesem rechts aus der Altstadt hinaus. Die bald erreichte „Förgstraße“ leitet rechts sogleich zu einer Vorfahrtstraße, in die Sie links einbiegen, um mit ihr die Stadt zu verlassen.

Donau-Radweg bei Zirgesheim Noch vor der Unterquerung der autobahnähnlich ausgebauten B 2 beginnt rechts der Staatsstraße ein asphaltierter Geh- und Radweg. In Zirgesheim wechselt dieser auf die linke Seite der Fahrbahn, und Sie folgen ihm mit einigen kräftigen Wellen durch die lauschige Landschaft. Vorbei an einem Biergarten und dem Abzweig der Ortschaft Schäfstall geht es so nach Altisheim.

Noch vor dem Ortsende beginnt rechts der Straße wieder ein Geh- und Radweg, und es geht noch einmal kräftig hügelan. Beim Ortseingang von Leitheim ist der Anstieg aber gemeistert, und Sie versetzen gemäß der Radhinweise auf der Höhe der Kirche links rechts, um im Anschluss eine sagenhafte Abfahrt hinunter nach Graisbach geboten zu bekommen. Doch zuvor lohnt ein Blick auf das

Schlosskirche Leitheim, Donau-Radweg Schloss Leitheim, das 1680-96 als repräsentativer Sommersitz errichtet, 1740-51 um das zweite Obergeschoss erweitert und mit Fresken von Godefried Bernhard Göz geschmückt wurde, weshalb es heute als ein herausragendes Werk aus der Blütezeit des bayerischen Rokokos gilt. Das Schloss war von 1835 bis 2008 im Besitz einer Linie der Tucher von Nürnberg und wurde nach der Renovierung 1960-70 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bereits seit 1959 werden im Rokokosaal die „Leitheimer Schlosskonzerte“ aufgeführt. Weitere Infos, Konzertprogramm und Kartenvorverkauf finden Sie unter www.leitheimerschlosskonzerte.de. Das Schloss dient im Übrigen heute als Hotel und Restaurant.

Nach einem Schlenker durch den unteren Ortsteil von Graisbach kommen Sie an die Staatsstraße zurück, wo nun links wieder ein Geh- und Radweg geboten wird. Erneut müssen Sie hügelan radeln, werden später auf die Fahrbahn gelenkt, müssen aber weiter kräftig in die Pedale treten und erreichen kurz vor der Kirche von Lechsend die Kuppe des Hügels – vermutlich lechzend (ein billiger Kalauer, ich weiß).

Am Beginn der Abfahrt hinunter nach Marxheim, Donau-Radweg Die Achterbahn setzt sich auch danach fort, und gleich nach dem Ortsende beginnt rechts ein Geh- und Radweg, auf dem es erneut heißt, die Kräfte zu sammeln; da es erst sanft, dann recht ordentlich hügelan geht. Nach dem Passieren eines Wäldchens ist es aber geschafft, und es wird ein schöner Blick ins Donautal – weniger Meter weiter auch ein Pausenplätzchen – geboten. Außerdem gibt es natürlich eine entsprechend lange Abfahrt hinunter nach Marxheim. Dort müssen Sie das Tempo allerdings kurz drosseln; denn der Geh- und Radweg endet bei den ersten Häusern, bevor es auf der Fahrbahn weiter abwärts in die Ortsmitte geht, wo die Etappe gleich nach der Kirche am Abzweig rechts endet.

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