Unterwegs auf dem Donau-Radweg: Agnes-Bernauer-Brücke in Straubing Wehr in Reibersdorf am Donau-Radweg Kapelle in Alkofen am Donau-Radweg
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Radler Willkommen! Unterkunft am Donau-Radweg Blick auf die Fähre bei Mariaposching Kirche in Niederalteich am Donau-Radweg

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Donau-Radweg (D) :: Etappe 12

Straubing – Reibersdorf – Bogen – Pfelling – Maria-Posching – MettenDeggendorfNiederalteich (49 km)

Start:

Stadtturm in Straubing.

Strecke:

Für Abwechslung in den von der Landwirtschaft beherrschten Weiten sorgen die Städte, wo Sie jeweils ein paar Höhenmeter absolvieren müssen, damit der Kreislauf auf Trab gehalten wird.

Ziel:

Niederalteich.

Downloads:

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Beschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten.

Agnes-Bernauer-Brücke in Straubing, Donau-Radweg Die Etappe folgt vom Stadtturm der Fußgängerzone nach Osten zum „Unteren Tor“, und Sie biegen an der beampelten Kreuzung links ab, rollen auf dem Radweg abwärts und überqueren die hier recht schmale Donau. Entsprechend dem Straßenverlauf geht es zur nächsten Brücke, nämlich die über die (breitere) Alte Donau und die Agnes Bernauer gewidmet ist.

Bei der Abfahrt sollten Sie das Tempo mäßigen; denn gleich nach der Brücke geht es rechts, an der nächsten T-Kreuzung links und sodann hinter dem Damm aus der Stadt hinaus. Bald stoßen Sie auf eine andere Straße, biegen halbrechts in diese ein und setzen Ihre Fahrt – sich allmählich vom Hochwasserschutzdamm entfernend – durch die Wiesen und Felder fort. Nach der Unterquerung der B 20 erreichen Sie Reibersdorf, radeln in die Ortsmitte, versetzen bei der Kirche kurz rechts/links und befinden sich damit direkt hinter einer Hochwasserschutzmauer. Übrigens ein guter Ort für ein Päuschen; denn in die Mauer wurden 'Balkone' integriert – glauben Sie nicht, na, dann schauen Sie es sich doch an ...

Wehr bei der Mündung der Alten Kinsach in Donau, Donau-Radweg Am Ortsende gabelt sich die Strecke, und Sie nehmen die rechte Möglichkeit, radeln damit hinter dem Damm und sehen, wenn Sie zweimal kurz auf den Damm gelangen, dass die Donau ziemlich weit entfernt fließt. Ohne Orientierungsprobleme nähern Sie sich derart Bogen, wo Sie an einen Eisenbahndamm heran kommen, kurz davor nach links schwenken und vorbei an Sportplätzen auf die Staatsstraße St 2125 zufahren. Kurz vor ihr geht es rechts direkt an die Schienen heran und dort links auf einen schmalen Weg, so dass Sie direkt am Bahnübergang auf – genau – die „Bahnhofstraße“ gelangen.

Rechts einbiegend werden die Schienen überquert und geradewegs in Richtung Stadtmitte geradelt. Nach der Brücke über den Bogenbach fahren Sie mit der Vorfahrt rechts und sanft ansteigend ins Zentrum.

Bogenberg in der Stadt Bogen, Donau-Radweg Bogen, 322 m ü.NHN, 9.800 Einw., verdankt seiner Lage eine frühe Besiedlung, denn auf dem Bogenberg (Foto: Gomera-b) wurden zahlreiche Gegenstände aus der Bronze- und der Urnenfelderzeit (2. Jt. v.u.Z.) einschließlich noch heute erkennbarer Wallanlagen gefunden. Danach scheint es aber eine längere Phase gegeben zu haben, in der die Menschen die Lage weniger interessant fanden; zumindest gibt es Zeugnisse erst wieder seit dem 8. Jh. u.Z.

Wollen Sie auf den alten Spuren wandeln, müssen Sie sich auf den Bogenberg begeben, der sich – wie unschwer zu erkennen – ganz beachtlich aus dem Donautal erhebt. Für die Mühen können Sie sich dadurch entschädigen, dass Sie die Wallfahrtskirche (15. Jh., Einrichtung überwiegend 18. & 19. Jh.) und/oder das Kreismuseum (geöff. Mitte April bis Mitte Okt. mi, sa & so 14-16 h, so auch 10-12 h) besuchen.

Kloster Oberalteich in der Stadt Bogen, Donau-Radweg Wenn Sie sich die fast einhundert Höhenmeter sparen möchten, lohnt vielleicht ein kleiner Ausflug mit dem Rad nach Oberalteich (unweit nordwestlich). Dort finden Sie die frühere Kloster- und heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul (17. Jh.) und das Kulturforum (ehemalige Klostermühle, heute Veranstaltungs- und Ausstellungsort, weitere Infos unter www.kulturforum.bogen.de, Foto: Gomera-b).

Und wenn Sie zu Pfingsten in der Stadt weilen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Sie einer Fußwallfahrt begegnen, bei der eine etwa 13 m lange Kerze, ein mit Wachs umwickelter Fichtenstamm, auf den Schultern, manchmal sogar aufrecht stehend getragen wird, denn dann handelt es um die im 15. Jh. begründete Wallfahrt zur Kirche auf dem Bogenberg.

Landessymbol Bayern, Stadt Bogen, Donau-Radweg Dass sich die Stadt Bogen rühmt, 'die Wiege des bayerischen Rautenwappens' zu sein (Abb.: Freistaat Bayern), beruht übrigens auf zwei Hochzeiten. Die erste fand Mitte der 80er Jahre des 12. Jh. statt, und es ehelichten einander der Bogener Graf Albert III. und Ludmilla, Tochter eines böhmischen Herzogs und Enkelin des ungarischen Königspaars – eine gute Partie also. Albert III. verstarb aber bereits 1198, und Ludmilla war mit gerade mal ca. 30 Jahren zu jung, um den Rest des Lebens solo zu verbringen. Ihre Suche nach einem adäquaten Partner war erfolgreich; es wurde Herzog Ludwig I. von Bayern, der sogleich die Rauten des Bogener Geschlechts übernahm, wie Holzfiguren des Paares im Kloster Seligenthal in Landshut zeigen, wo Ludwig ein weißblaues Wappenschild trägt.

Bogen, Donauradweg Kultur- und Festamt, Stadtplatz 56, 94327 Bogen, Fon 09422 / 505109, E-Mail info@bogen.de, Internet www.bogen.de. Tourismus- und Informationszentrum am Bahnhof, Bahnhofstraße 26, 94327 Bogen, Fon 09422 / 808855.

Kapelle direkt an der Donau bei Alkofen, Donau-Radweg Die Innenstadt wird auf der Vorfahrtstraße durchquert, und so kommen Sie zurück zur Staatsstraße St 2125, halten sich kurz davor links und folgen der Anliegerstraße, die bald in einen Geh- und Radweg übergeht. Das Radeln entlang der Straße ist ein wenig ermüdend, und so dürfen Sie sich freuen, in Pfelling bei der Kirche abzweigen zu können. Zu Ihrer Sicherheit (oder damit die Raser keinesfalls abbremsen müssen?) hat man sich eine etwas aufwendige Lösung einfallen lassen; denn Sie sollen die nicht sonderlich stark befahrene (und gut einsehbare) Staatsstraße mittels Tunnel unterqueren. Nun denn, so oder so geht es jenseits auf der Dorfstraße weiter und Sie versetzen einmal im Ort sowie einmal am Ortsende rechts/links, um im Anschluss hinter dem Hochwasserschutzdamm auf Asphalt zu radeln.

Damit ist ein Abschnitt erreicht, auf dem Sie mal so richtig 'Gas geben' können; denn die Route verläuft stur hinter dem Damm auf dem guten Belag und nichts lenkt Sie vom Velofahren ab. Wenn allerdings der Wind von vorn kommt ...

Donau-Fähre in Mariaposching, Donau-Radweg Erst ca. 2,5 km hinter Maria-Posching müssen Sie wieder aufwachen; denn dann kommen Sie zu einer Kreisstraße und haben die Qual der Wahl: Entweder folgen Sie rechts den Hinweisen hinauf auf den Damm und radeln dort auf einem Schotterweg oder Sie bedienen sich der kleinen asphaltierten Straße. Bald nach der Häuseransammlung Sommerstorf wird die Schwarzach überquert, und es bietet sich eine Pause bei einem Vogelbeobachtungsplatz (Unterstand) an.

Blick auf die Donau bei Zeitldorf, Donau-Radweg Auch wenn der Schotterweg nicht immer die beste Qualität aufweist, ist es doch ganz angenehm, nun mal wieder den Blick über die Donau schweifen lassen zu können, obwohl diese – das sei zugegeben – hier mehr einer Wasserstraße als einem Fluss ähnelt. Kurz vor der Autobahn geht es vom Damm herunter, und die Räder rollen wieder auf Asphalt, und zwar bis zu einem Info-Punkt von Metten. Der Donauradweg knickt dort links ab, kreuzt die Staatsstraße St 2125 und folgt sodann der „Donaustraße“ bis zu einer aufgelassenen Bahntrasse, wo es scharf rechts weiter geht. Ich empfehle aber, geradezu weiter in den Ort zu fahren; denn

Klosterkirche in Metten, Donau-Radweg Metten, 315 m ü.NHN, 4.200 Einw., verdankt seine Bekanntheit der Benediktinerabtei, die im 8. Jh. gegründet wurde, und die heute neben der markanten Kirche mit dem Doppelturm vor allem eine prunkvolle Bibliothek mit rund 200.000 Bänden auszeichnet. Bücherwürmer dürften schon hellhörig geworden sein und müssen sich auch nicht zurückhalten; denn es werden Führungen durch die Mettener Abtei einschließlich der Klosterkirche und der Bibliothek angeboten, und zwar di-so um 10 h & 15 h; weitere Infos unter www.kloster-metten.de.

Der Ort selbst entwickelte sich in den früheren Jahrhunderten nur zögerlich und zählte z.B. 1885 nur 1.858 Einwohner. Bis zum Zweiten Weltkrieg änderte sich daran nichts; doch danach stieg die Einwohnerzahl durch die Flüchtlinge auf fast das Doppelte an. Von Nachteil war dies für Metten nicht, ganz im Gegenteil – wie die Gemeinde auf ihrer Homepage berichtet – wandelte sich die Wirtschaft, die früher ihre Schwerpunkte einerseits in der Landwirtschaft, andererseits in der Steinindustrie hatte, und nun aus einer Vielzahl neu entstandener kleinerer und größerer Gewerbebetriebe besteht. Wer meint, dass Zuwanderung den bereits Ansässigen schadet, sollte wohl ins Grübeln geraten ...

Metten, Donauradweg Markt Metten, Krankenhausstraße 22, 94526 Metten, Fon 0991 / 998050, Fax 0991 / 9980550, E-Mail rathaus@markt-metten.de, Internet www.markt-metten.de.

Wegweiser des Donau-Radwegs in Deggendorf: Geradeaus, rechts oder beides? Nach einem Stadtbesuch radeln Sie wie gekommen zurück und achten darauf, bei der aufgelassenen Bahnlinie halblinks auf den Geh- und Radweg einzubiegen, der später in eine kleine Straße übergeht, die schnurstracks nach Deggendorf führt. Dort gewinnen Sie ein paar Höhenmeter, verlieren sie aber auch gleich wieder und kommen in der Stadt zu einer abknickenden Vorfahrtstraße. In diese biegen Sie geradeaus ein, fahren damit auf einem Velostreifen und unterqueren alsbald die Eisenbahn. Direkt danach geht es rechts auf einen Geh- und Radweg und dann mit ein paar Schlenkern durch eine kleine Grünanlage, wobei auch die Autobahn A 92 und die Bundesstraße B 11 unterquert werden, bevor Sie an eine beampelte Kreuzung gelangen.

Damit ist ein guter Punkt erreicht, um in die Innenstadt zu fahren. Wenn Sie das möchten, biegen Sie links ab, halten sich sofort wieder rechts und radeln dann auf der „Veilchengasse“ (Einbahnstraße in dieser Richtung) ins Zentrum.

Rathaus in Deggendorf, Donau-Radweg Deggendorf, 314 m ü.NHN, 31.900 Einw., wurde 1002 erstmals urkundlich erwähnt und entstand an einem natürlichen Donauübergang. 1316 erhielt Deggendorf das Stadtrecht und entfaltete eine so rege Markttätigkeit, dass sich das Bürgertum 1535 ein repräsentatives Rathaus leisten konnte, dass noch heute den weiten Marktplatz beherrscht. Selbstverständlich weckte der Wohlstand Begehrlichkeiten bei diversen Eroberern, aber die Deggendorfer wussten sich zu wehren – vor allem die Deggendorferinnen, wie die folgende Geschichte belegt:

1000 Jahre Deggendorf, Donau-Radweg Als 1266 Ottokar von Böhmen mit seinem Heer das mit einem Stadtgraben und einem doppelten Mauerring gut geschützte Deggendorf belagerte (Abb.: Briefmarke der Deutschen Post AG), um die Bevölkerung auszuhungern und so zur Aufgabe zu zwingen, wurde ein Späher vorgeschickt, um zu schauen, wie es den Bürgern mittlerweile erging. Knödelbrunnen in Deggendorf, Donau-Radweg Er kletterte also auf die Stadtmauer, tat dies allerdings unglücklicherweise genau an der Stelle, an der das Haus des Bürgermeisters lag und wo gerade die Frau des Bürgermeisters vis-à-vis der Mauer in der Küche beschäftigt war. Als diese den Eindringling entdeckte, fackelte sie nicht lange, sondern nahm einen der großen Knödel, die sie gerade zubereitete, und warf ihn dem Späher mitten ins Gesicht, so dass der rücklings von der Leiter in den Stadtgraben fiel und seinem Hauptmann nur vermelden konnte, dass die Deggendorfer noch so viel zu essen hätten, dass sie sogar mit Knödeln schießen könnten... Und so ziert heute die Stadt ein Knödelbrunnen mit der mutigen Werferin (Foto: Stadt Deggendorf).

Kulturviertel in Deggendorf, Donau-Radweg Bei einem Stadtrundgang verdient neben dem Rathaus, diversen Bürgerhäusern und den Kirchen vor allem auch das Kulturviertel einen Blick und/oder Besuch (Foto: High Contrast). Im Kulturviertel sind die Stadtbibliothek, der Kapuzinerstadl (Konzerte, Vorträge, Kunstausstellungen) und das Stadt- sowie das Handwerksmuseum vereint. An einem regnerischen Tag können Sie sich dort also angenehm die Zeit vertreiben und z.B. dem Druckerhandwerk auf den Grund gehen oder in dem vollständig erhaltenen biedermeierlichen Verkaufsraum der Sell'schen Apotheke stöbern; geöffnet di-sa 10-16 h, so 10-17 h – weitere Infos finden Sie unter www.kulturviertel-deggendorf.de.

Wenn Sie lieber Ihren Gaumen verwöhnen wollen, empfiehlt sich vielleicht ein kurzer Ausflug in den Stadtteil Mietraching; denn dort können Sie bei einer Führung das Geheimnis des Bärwurz lüften lassen. Neben den Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte bietet sich natürlich ein Schlückchen an; denn der Bärwurz ist ein Klarer mit mindestens 38 Vol.% – weitere Infos unter www.baerwurz-eckert.de.

Deggendorf, Donauradweg Tourist-Information, Altes Rathaus, Oberer Stadtplatz 1, 94469 Deggendorf, Fon 0991 / 2960535, Fax 0991 / 2960539, E-Mail tourismus@deggendorf.de, Internet www.deggendorf.de.

Nach einem Besuch der Innenstadt und/oder Übernachtung verlassen Sie den Stadtplatz nach Süden, folgen einfach dem Straßenverlauf und gelangen so an eine beampelte Kreuzung, wo Sie links abbiegen, um noch ganz kurz einem Radweg, dann einem Radfahrstreifen stadtauswärts zu folgen.

So radeln Sie eine Weile, bis wieder ein Radweg geboten wird, mit dem Sie bald eine Seitenstraße queren, bevor der Weg erst nach rechts, dann nach links schwenkt und schließlich mit einem Rechts-/Linksversatz eine Eisenbahntrasse quert. Vorbei an einem Sportplatz geht es hinaus in die Wiesen, wo sich das einspurige Asphaltband mit vielen Schlängeln zunächst noch nahe der Eisenbahnlinie hält, später aber an den Damm der Autobahn heranführt.

Haus im See bei Niederalteich, Donau-Radweg Nachdem Sie ca. 2,5 km zwischen Eisen- und Autobahn geradelt und vielleicht des Summens und Brummens überdrüssig sind, kommen Sie zu der Brücke auf der Höhe von Seebach, fahren vor ihr links und dann mit einem 180°-Bogen rechts über die Autobahn hinweg. Südlich der Autobahn schwenkt der Weg sogleich nach links, und Sie sollten die Gelegenheit nutzen, einen Blick auf die Donau werfen zu können; denn danach verläuft der Donauradweg hinter dem Hochwasserschutzdamm. Zwar kommen Sie bald auch mal wieder etwas höher, doch wird kein vergleichbarer Ausblick geboten. Dafür radeln Sie vorbei an einem großen Badeteich und danach weiter beständig auf Asphalt, der erst vor Niederalteich durch ein kurzes Schotterstück unterbrochen wird. Im Ort dürfen Sie ein Stückchen auf dem Damm radeln und kommen so auch zum Fähranleger, wo Sie einen Abstecher links in die Ortsmitte erwägen sollten, denn

Klosterkirche in Niederalteich, Donau-Radweg Niederalteich, 312 m ü.NHN, 1.700 Einw., verdankt seine Entstehung der Gründung des Klosters Altaich im Jahre 741. Der ursprüngliche Name lautete wohl Altaha, was soviel wie am Altwasser gelegen bedeutet und auf die heute kaum noch nachvollziehbaren Schwierigkeiten verweist, an dieser Stelle ein Kloster aufzubauen. Entsprechend war eine der Hauptaufgaben der Mönche auch die Urbarmachung, und zwar nicht nur der Niederung, sondern auch der angrenzenden Teile des Bayerischen Waldes. Den Erfolg, den sie dabei hatten, kann man trotz der heftigen Rückschläge, die sie auch einstecken mussten – z.B. wurde das Kloster im 30jährigen Krieg gleich viermal von den Schweden verwüstet – noch heute an den prächtigen Türmen der Basilika erkennen.

Mit der Herrlichkeit war es aber 1803 wegen der Säkularisation vorbei, die übrigens nicht auf weltanschaulichen Unterschieden zwischen weltlicher und kirchlicher Macht beruhte, sondern schlicht auf dem Umstand, dass im Reichsdeputationshauptschluss entschieden worden war, die Fürsten, die ihre Besitztümer westlich des Rheins an die Franzosen abtreten mussten, entschädigt werden sollten, und was lag da näher, als sich z.B. bei den wohlhabenden Klöstern zu bedienen ...

Doch nur gut 100 Jahre später waren die Mönche wieder da, und fingen alsbald schon wieder mit Neuerungen an, z.B. indem Sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Ökumene verpflichteten und nun täglich sowohl nach dem westlichen, lateinischen als auch dem östlichen, byzantinischen Ritus die Gebete gehalten werden. Hierfür gibt es in einem Flügel der Abtei sogar eine eigene byzantinische Kirche.

Auch den weltlich orientierten Wesen wird mit dem 'Kloster auf Zeit', das vor über 50 Jahren in Niederalteich erfunden wurde, etwas geboten, so dass Sie – sofern Sie männlichen Geschlechts sind – erwägen können, Ihre Reise vielleicht um ein oder zwei Wochen zu verlängern, damit Sie mit entsprechender Kleidung, Haltung, Schweigen und Gesang Ihre innere Welt neu ordnen und klären können – weitere Infos unter www.abtei-niederaltaich.de.

Niederalteich, Donau-Radweg Gemeindeverwaltung, Guntherweg 3, 94557 Niederalteich, Fon 09901 / 93530, Fax 09901 / 935324, E-Mail gemeinde@niederalteich.de, Internet www.niederalteich.de.

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