Unterwegs auf dem Donau-Radweg in Regensburg Blick auf den Donau-Radweg bei Wörth Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Route 66 am Donau-Radweg
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Blick vom Donau-Radweg auf die Auen bei Pondorf Unser Dorf ist schöner: Petunien am Donau-Radweg in Sossau Schleuse bei Straubing am Donau-Radweg

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Donau-Radweg (D) :: Etappe 11

Regensburg – TegernheimDonaustaufWalhalla – Demling – Bach a.d. Donau – Frengkofen – Kiefenholz – Oberachdorf – WörthHofdorf – Pondorf – Pittrich – Kößnach – Unterzeitldorn – Sossau – Straubing (50 km)

Start:

Eiserne Brücke in Regensburg.

Strecke:

Nach dem Trubel in Regensburg können Sie auf dieser Etappe beschaulich radeln, denn über weite Strecken beherrscht die Landwirtschaft die Szenerie.

Ziel:

Stadtturm in Straubing.

Downloads:

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für Google Earth

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Beschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten.

Nach einem Besuch des Zentrums geht es mittels der „Eisernen Brücke“ über die Donau hinweg, und Sie biegen sofort nach der Brücke halblinks ab, um der „Proskestraße“ zu zwei Fußgänger- und Radlerstegen zu folgen, mit denen weitere Arme der Donau überquert werden.

So gelangen Sie auf die „Andreasstraße“ und folgen ihrem Verlauf bald links, um vorbei an einer Kirche zu einer abknickenden Vorfahrtstraße zu radeln. In diese biegen Sie rechts ein und fahren auf dem Radfahrstreifen zur „Protzenweiherbrücke“, mitttels der die Donauschleuse überquert wird. An der bald erreichten beampelten Kreuzung zweigen Sie rechts ab und überqueren kurz darauf den Regen.

Unterwegs auf dem Donau-Radweg in Regensburg Schon bei der dann folgenden beampelten Kreuzung verlassen Sie die stark befahrene Bundesstraße B 8 nach halbrechts und folgen der ruhigen „Holzgartenstraße“, bis sich geradezu eine Einbahnstraße in den Weg stellt. Zwar dürfen Radler passieren, und es ist sogar extra eine Furt dafür vorgesehen (sehr löblich), doch führt der Donauradweg halbrechts in die „Bedelgasse“ und an ihrem Ende halblinks mittels eines Tunnels unter einer Brückenauffahrt hindurch in die „Johannisstraße“.

An deren Ende verspringt die Route wenige Meter links/rechts, und Sie setzen die Fahrt auf der „Schwabelweiser Straße“ fort. Nach einer Weile scheint diese geradewegs zu enden; doch müssen Sie nur erneut wenige Meter links/rechts versetzen, um ihr weiter folgen zu können. Vorbei an ein paar kleinen Hochhäusern geht es schnurstracks weiter nach Schwabelweis, wobei der Donauradweg mal auf dem Hochwasserschutzdamm, mal rechts, mal links unterhalb verläuft.

In Schwabelweis rollen die Räder für ein paar hundert Meter auf Betonverbundsteinpflaster, bis dieses sanft nach links schwenkt und Sie rechts auf einen einspurigen Asphaltweg wechseln. Der schlängelt sich zunächst an kleinen Tümpeln vorbei durch den Auwald und folgt später dem Hochwasserschutzdamm, wobei Sie bald Tegernheim passieren, welches aber linker Hand liegen bleibt.

Tegernheim bei Regensburg, Donau-Radweg Gemeindeverwaltung, Ringstraße 47, 93105 Tegernheim, Fon 09403 / 95200, Fax 09403 / 952022, Internet: www.tegernheim.de.

Hotel von Heyden, Tegernheim, Donau-Radweg Hotel von Heyden: Neues Hotel Garni in ruhiger Lage an der Stadtgrenze zu Regensburg, 500 m zum Radweg, Frühstücksraum mit reichhaltigem Buffet und Sonnenterrasse, EZ/DZ ab 30 m² mit WC/Dusche, Südlage überwiegend mit Balkon, großer Fensterfront, kostenlose PKW- und Bus-Parkplätze direkt am Haus, Appartements mit Küche für längere Aufenthalte möglich. Sicherer Fahrradunterstand vorhanden.

Hotel von Heyden: Insula GmbH & Co. KG, Von-Heyden-Straße 26, 93105 Tegernheim, Fon 09403 / 954499-400, Fax 09403 / 954499-401, E-Mail: welcome@hotel-von-heyden.de, Internet www.hotel-von-heyden.de.

Beständig rollen die Räder dabei auf Asphalt, nur auf einem kurzen Stück auf Schotter, und so nähern Sie sich zügig dem schon bald sichtbaren Donaustauf. Allerdings trennt eine Landstraße den Donauradweg vom Ort, weshalb es bald einen Hinweis gibt, der links in die Ortsmitte leitet.

Burg Stauf in Donaustauf, Donau-Radweg Donaustauf, 358 m ü.NHN, 3.900 Einw., wird von der weithin sichtbaren Burg Stauf überragt (womit auch gleich die Frage geklärt wäre, ob man den Ortsnamen Donaus-tauf oder Donau-stauf spricht; nein, hier wird nicht die Donau getauft, sondern der Ort wurde nach der Burg benannt, Foto: Christoph Neumüller). Anfang des 10. Jh. wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, allerdings soll an ihrer Stelle auch schon eine keltische Befestigung existiert haben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von den Schweden zerstört, Pläne für den Wiederaufbau wurden verworfen, und so verwundert umso mehr, wie mächtig die Burg noch heute wirkt. Eine Besichtigung lohnt also nicht nur wegen der schönen Ausblicke.

Chinesischer Turm in Donaustauf, Donau-Radweg Donaustauf weiß sich von anderen Orten aber noch durch weitere Sehenswürdigkeiten zu unterscheiden. Eine echte Besonderheit stellt der Chinesische Turm im Fürstengarten dar (Foto: Abschalom). In der zweiten Hälfte des 18. Jh. entwickelte sich in Europa die 'Chinamode'; wer auf sich hielt, ließ Pavillons oder Brücken im chinesischen Stil in seinem Park errichten. Da wollten die Fürsten von Thurn und Taxis nicht hintanstehen und ließen zur Verschönerung ihrer Sommerresidenz in Donaustauf anlässlich der Einweihung der nahe gelegenen Walhalla 1842 einen chinesischen Turm erbauen. Nachdem das Schloss 1880 vollständig abbrannte, der Turm aber unversehrt blieb, wurde er zur neuen Sommerresidenz auf Schloss Prüfening verbracht und verfiel dort in der zweiten Hälfte des 20. Jh.

Ein Donaustaufer Förderverein setzte sich jedoch in den Kopf, den Turm in seine Heimat zurückzuholen und ihn vollständig zu restaurieren. So geschah es, und im September 1999 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden. Er dient jetzt wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen - mehr Infos finden Sie unter www.chinesischerturm-donaustauf.de.

Walhalla in Donaustauf, Donau-Radweg Das bekannteste Bauwerk in Donaustauf ist aber die Walhalla, die unweit östlich auf dem Bräuberg zu finden ist (Abb.: Zeichner unbekannt, Quelle Wikipedia). So wie Sie sich in Kelheim schon wundern durften, was denn dort oben auf dem Hügel thront, wird es Ihnen wohl auch hier ergehen; denn etwas unvermittelt taucht zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes ein mächtiger Marmorbau auf, der dem Parthenon in Athen nachempfunden ist. Die Entstehung verdankt der Bau dem bayerischen Kronprinzen, der 1807 ob der Unterwerfung der Deutschen durch Napoleon den Entschluss fasste, nach dem – noch zu erringenden – Sie über die Franzosen den „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“ einen Ehrentempel zu bauen (geöffnet April-Sept. 9-17.45 h, Okt. -16.45 h).

Donaustauf, Donau-Radweg Tourist-Information, Maxstraße 24, 93093 Donaustauf, Fon 09403 / 9552929, Fax 09403 / 954463, E-Mail info@touristinfo-donaustauf.de, Internet www.touristinfo-donaustauf.de.

Walhalla in Donaustauf, Donau-Radweg Der Donauradweg verläuft weiter zwischen Fluss und Landstraße und folgt einem asphaltierten Fahrweg mal auf dem Hochwasserschutzdamm, mal unterhalb, wobei alsbald die Auffahrt zu einer Donaubrücke unterquert wird, bevor es schnurstracks weiter geht zur Walhalla. Wenn Sie zum hoch am Hang thronenden 'Tempel' wollen, Radhinweise in Bach a.d. Donau, Donau-Radweg zügeln Sie ihre Ungeduld; denn es gibt neben der Straßenverbindung unweit östlich von Donaustauf auch einen Fußweg weiter östlich, auf den am Radweg extra hingewiesen wird.

Die Orientierung fällt im übrigen leicht; denn die Route verläuft vorbei an Sulzbach beständig zwischen der Landstraße und dem Fluss, bevor der Donauradweg bei der folgenden Häuseransammlung nach rechts schwenkt und nun immer hinter dem Hochwasserschutzdamm durch die topfebene Niederung führt. So geht es vorbei an Demling, und Sie müssen sich alsbald entscheiden, ob Sie einen kleinen Umweg über Bach a.d. Donau machen möchten.

Bach a.d. Donau, 334 m ü.NHN, 1.800 Einw., lohnt, wenn Sie in einer Gruppe von mindestens 15 Personen reisen, einen Abstecher; denn wie oft ergibt sich schon die Gelegenheit, ein Schmucksteinbergwerk zu besichtigen. Die Altvorderen suchten hier zunächst nach Silber (daher wird das Bergwerk auch als 'Silberschacht' bezeichnet), später nach Schmucksteinen. Heute ist die Grube als Schaubergwerk hergerichtet, dass unter sachkundiger Führung besichtigt werden kann – allerdings nur ab 15 Personen nach vorheriger Anmeldung, weitere Informationen unter www.schmucksteinbergwerk.de.

Und wo Sie nun schon mal in Bach sind, bleibt vielleicht auch noch Zeit für einen Besuch im Baierweinmuseum. Es ist in einem Weinpresshaus aus dem 14. Jh. untergebracht und beherbergt u.a. eine Presse von Anfang des 17. Jh. Zusammen mit dem zugehörigen Weinlehrpfad sollten keine Fragen zum Baierwein offen bleiben (geöffnet Mai-Sept. so 13-16 h).

Bach a.d. Donau, Donau-Radweg Verwaltungsgemeinschaft Donaustauf, Wörther Straße 5, 93093 Donaustauf, Fon 09403 / 95020, Fax 09403 / 950280, E-Mail poststelle@vg-donaustauf.de, Internet www.vg-donaustauf.de.

Nach einem eventuellen Besuch in Bach geht es zurück an die Donau und weiter hinter dem Damm nach Frengkofen, wo Sie auf den Damm hinauf kommen. Unter der Autobahn hindurch wird Kiefenholz erreicht, wo Sie die Qual der Wahl haben; denn entweder folgen Sie nun weiter dem Weg hinter dem Damm und kosten damit die Donauschleife in ihrer Gänze aus oder Sie fahren über Oberachdorf – mit einem Abstecher nach Wörth – und kürzen damit die Donauschleife ab.

Die Etappe folgt der 'Abkürzung', und so geht es auf der Straße in die Ortsmitte von Kiefenholz hinein, um bei der Kirche links abzuzweigen. Schnurstracks radeln Sie nach Osten, bis die Route nach links auf einen Damm schwenkt. Der direkte Weg führt sodann südlich des Gewässers weiter; ich empfehle aber einen Abstecher nach Wörth, wozu das Gewässer überquert, durch Oberachdorf geradelt, sodann die Autobahn überbrückt und sofort danach an einer T-Kreuzung rechts abgebogen werden muss, um hinein in die Ortsmitte von Wörth fahren zu können..

Ansicht von Wörth an der Donau, Donau-Radweg Wörth a.d. Donau, 335 m ü.NHN, 4.700 Einw., stand im Sommer 1806 kurz im Rampenlicht der europäischen Geschichte, als der Mainzer Kurfürst Karl Theodor von Dalberg im Rondellzimmer des Wörther Schlosses die Rheinbundakte unterzeichnete (Abb.: Blechmodelle). Damit unterwarf er sich den Allmachtsfantasien Napoleon I., der fortan für seine Feldzüge auf die Truppen der Rheinbundstaaten zurückgreifen konnte. Anfänglich beteiligten sich 16 deutsche Fürsten, traten aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus und akzeptierten gern die französische Schutzherrschaft; denn die versüßte Napoleon mit Standeserhöhungen (vom Herzogtum zum Großherzogtum und dergleichen) sowie der Abschaffung der althergebrachten Rechte diverser Reichsstände, die direkt dem jeweiligen Landesherrn unterstellt wurden. Kurfürst Karl Theodor dürfte der Rheinbund besonders gefallen haben; denn er wurde dessen „Fürstprimas“. Aber es gilt eben immer und überall, wie gewonnen, so zerronnen: 1813 war es mit der Herrlichkeit vorbei, und er musste abdanken.

Immerhin hat Napoleon dafür gesorgt, dass ständische, provinziale, lokale und feudale Sonderrechte zurückgedrängt wurden, und damit Deutschland so nebenher einen Modernisierungsschub verpasst – manche muss man eben zum Jagen tragen.

Das Schloss wurde übrigens auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg unter dem bayerischen Pfalzgraf und Herzog Johannes, der auch bischöflicher Administrator des Bistums Regensburg war, in den Jahren 1522 bis 1525 erbaut und diente den Regensburger Bischöfen als Sommerresidenz. Heute beherbergt es ein Alten- und Pflegeheim und kann daher nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden – ab 6 Personen und nach Voranmeldung unter vg.woerth@realrgb.de.

Wörth, Donau-Radweg Verwaltungsgemeinschaft, Rathausplatz 1, 93086 Wörth a.d. Donau, Fon 09482 / 94030, Fax 09482 / 3291, E-Mail vg-woerth@realrgb.de, Internet www.stadt-woerth.de.

Donau-Radweg bei Wörth an der Donau Die „Abkürzung“ des Donauradwegs führt an der Brücke bei Oberachdorf südlich des dortigen Gewässers auf Asphalt weiter und verläuft hinter dem Damm – bei den Brücken jeweils kurz auf dem Damm –, bis die Vorfahrt links über den Bach hinweg führt und Sie unmittelbar vor der Autobahn rechts abzweigen. Nun ist „Standstreifenradeln“ angesagt; denn das Rauschen der Kfz lässt sich kaum überhören, allerdings währt dies nicht sehr lange, da Sie nach zwei sanften Wellen und anschließender Abfahrt an den Abzweig nach Hofdorf kommen.

Gasthaus Pflamminger, Wörth/Hofdorf, Donau-Radweg Gasthaus Pflamminger: Das Gasthaus mit Pension liegt direkt am Radweg. Unser Haus mit seinen 14 Zimmern DU/WC, Tel. u. z.T. TV bietet für Sportler auch noch 4 Kegelbahnen, Billard und Dart sowie 18 Minigolf-Turnierbahnen. Unser Restaurant ist bekannt für seine bayerischen und internationalen Spezialitäten.

Gasthaus Pflamminger: Florian und Michael Pflamminger, Dorfplatz 3, 93086 Wörth/Hofdorf, Fon 09482 / 1770, Fax 09482 / 3208, E-Mail info@gasthaus-pflamminger.de, Internet www.gasthaus-pflamminger.de.

Am Abzweig geht es halbrechts und kurz hügelan aufs freie Feld. Dort halten Sie sich bald links und gelangen so zu einer Vorfahrtstraße, mittels der Sie wenige Meter rechts/links versetzen, um die Fahrt auf einspurigem Asphalt fortzusetzen, der schnurgerade durch die Felder leitet.

Radhinweise bei Hofdorf, Donau-Radweg Zweimal werden in der Folge kleine Vorfahrtstraßen gerade gequert, bevor Sie in die dritte rechts einbiegen, um nach Pondorf zu gelangen. Im Ort stoßen Sie bei der Kirche auf eine abknickende Vorfahrtstraße, biegen geradeaus ein, zweigen aber alsbald links ab und fahren mit einem Schlenker zum Hochwasserschutzdamm.

Der Donauradweg folgt dem Hochwasserschutzdamm, Donauauen bei Pondorf, Donau-Radweg und Sie können nach Belieben auf ihm (mit schöner Aussicht) oder 'landeinwärts' unterhalb (ggf. im Windschatten) fahren. Beide Wege sind geschottert, der eine etwas feiner, der andere gröber. Nach ca. 2 km bietet es sich aber auf jeden Fall an, hinter dem Damm zu radeln; denn dort wird glatter Asphalt geboten. Die Abzweige ignorierend kommen Sie nach Pittrich, wo Sie fast bis ans Ortsende radeln, um dort links über einen Graben hinweg abzubiegen und somit durch die winzige Häuseransammlung Neudau zu fahren.

Am Donau-Radweg in Sossau Im bald erreichten Kößnach stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße und queren gerade, um mittels der „Wirtsgasse“ zu einer weiteren Vorfahrtstraße zu radeln, in die Sie rechts einbiegen. Damit verlassen Sie das Dorf nach Süden, ignorieren die nach links abknickende Vorfahrt und fahren weiter geradeaus, so dass die Räder bald auf einem Geh- und Radweg rollen und Sie vorbei an Unterzeitldorn zu einer Unterführung kommen, die unter der zuvor parallel verlaufenden Staatsstraße St 2125 hindurch nach Sossau leitet. Dort folgen Sie dem Verlauf der kleinen Wohnstraße, bis es mittels einer Brücke rechts über ein Gewässer hinweg geht.

Donauschleuse in Straubing, Donau-Radweg Vorbei am Sportplatz wird ein Rechtsbogen absolviert, so dass Sie wieder an die Staatsstraße herankommen und dem Geh- und Radweg an ihrer linken Seite folgen können. So geht es über die Donau mit Schleuse und Wehr hinweg, und Sie radeln noch eine Weile, bis der Donau-Radweg auf die andere Straßenseite versetzt. Nun mögen Sie den Eindruck haben, von der Stadt wieder weg gelenkt zu werden, aber gemach: Das passt schon! Es sind nur noch ein paar Höhenmeter zu erobern, dann geht es schon an einer Kreuzung links in die Innenstadt von Straubing, wo Sie die Fußgängerzone erreichen und schieben müssen.

Straubing, 322 m ü.NHN, 45.500 Einw., war 1435 der Tatort eines Verbrechens, und es gereicht der Stadt zur Ehre, dass sie noch heute alle vier Jahre mit einem Freilichtspiel im Herzogsschloss daran erinnert (nächste Spielzeit 2019). Es geht dabei um Agnes Bernauer, in die sich Herzog Albrecht III. von Bayern-München verliebt und die er sogar heimlich geheiratet haben soll. Heimlich, weil die Bernauer eine Frau aus einfachen Verhältnissen war und weil damit die Heirat nicht der 'von Gott gewollten' Ständehierarchie entsprach. Diese Ansicht teilte insbesondere der Vater Albrechts III., Herzog Ernst, der mit namentlichem Ernst die Lage betrachtete und zu dem Schluss kam, dass dem unbedingt ein Ende zu bereiten war. Sturz der Agnes Bernauer in die Donau bei Straubing, Donau-Radweg Also wurde der Sohn von einem Vetter zur Jagd andernorts geladen und die 'heimliche' Frau wegen Zauberei, Hochverrat sowie Landschädlichkeit angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 12. Oktober 1435 wurde sie in den Fluten der Straubinger Donau ertränkt (Abb.: Maler unbekannt, Quelle Wikipedia), was den 'heimlichen' Gemahl offenbar mit gar nicht so großer Trauer erfüllte; denn schon im Frühsommer 1436 versöhnten sich Herzog Ernst und sein einziger Sohn Albrecht. Der Vater stiftete zum Gedenken an Agnes eine Kapelle auf dem Friedhof St. Peter, und der Sohn heiratete im November des gleichen Jahres eine standesgemäße Dame, eine Herzogstochter aus Braunschweig. Tja, so lösen die feinen Herren eben solche Probleme (weitere Infos zum Freilichtspiel unter www.agnes-bernauer-festspiele.de).

Stadtturm in Straubing, Donau-Radweg Straubing hat aber nicht nur solch schauerliche Geschichten zu bieten, und bei einem Stadtrundgang verdienen neben den zahlreichen Kirchen das Rathaus (1382 von den Bürgern erworben, mehrfach umgebaut) und der immerhin 68 m hohe Stadtturm (14.-16. Jh.) einen Blick. Übersehen können Sie den Turm aber nicht nur wegen seiner Größe kaum, sondern auch weil er den breiten Straßenmarkt in den Ludwigs- und den Theresienplatz teilt. Mit etwas Glück können Sie beim Betrachten dem Glockenspiel lauschen, dass die Bürger ihrem jahrhundertelang glockenlosen Feuer- und Wachturm erst vor wenigen Jahren spendierten und das sowohl in Dur als auch in Moll gespielt werden kann.

Sollte es Petrus ausnahmsweise weniger gut mit Ihnen meinen, und Sie es daher vorziehen, sich im Trockenen aufzuhalten, bietet sich für einen Besuch das Gäubodenmuseum an – Fraunhoferstraße 23; Archäologie (u.a. mit einem weltberühmten „Römerschatz“), sakrale Kunst und Stadtgeschichte; geöff. di-so 10-16 h, weitere Infos unter www.gaeubodenmuseum.de.

Herzogsschloss in Straubing, Donau-Radweg Das Herzogsschloss finden Sie direkt an der Donau bei der „Schlossbrücke“ (ach!). Es wurde ab Mitte des 14. Jh. errichtet, als die Stadt zum Herzogtum Straubing-Holland gehörte (nein, Sie haben sich nicht verlesen, Holland wie Niederlande), und diente nicht nur als Wohnhaus des Fürsten, sondern auch der weltlichen Regierung mit z.B. Rentmeister-, Kasten- und Mautamt (Abb.: Hiernieß). Da passt es doch gut, dass heute neben anderen Einrichtungen auch das Finanzamt hier seinen Sitz hat.

Wenn Sie mehr über die Geschichte der Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten in Erfahrung bringen möchten, sollten Sie die Teilnahme an einer der Führungen der Tourist-Information erwägen. Geboten werden z.B. „Straubing zum Kennenlernen“ (Mai bis Sept., mi, sa & so 14 h), „Über den Dächern von Straubing“ (April bis Sept., mo 14 h, sa 10.30 h) und „Straubing kompakt“ (April bis Okt. fr 14 h).

Straubing, Donauradweg Tourismus und Stadtmarketing, Theresienplatz 2, 94315 Straubing, Fon 09421 / 944307, Fax 09421 / 944103, E-Mail tourismus@straubing.de, Internet www.straubing.de.

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Gasthaus Pflamminger Woerth-Hofdorf
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